Ein schöneres Leben für empfindliche Haut.

Ernährung

Nahrung für die Haut

Schon vor über 2.000 Jahren prägte Hippokrates den Satz: "Alle Krankheiten beginnen im Darm". Denn hier wird unsere Nahrung aufgeschlüsselt und für den Körper verwertbar gemacht. Die richtige Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden – das gilt vor allem für Menschen mit Hautkrankheiten. Denn die Haut ist auch ein wichtiges Ausscheidungsorgan von Stoffwechselprodukten und Giften. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn man dem Körper Gutes zuführt, musst er weniger Schlechtes wieder loswerden.

Jeder Mensch reagiert anders auf bestimmte Nahrungsmittel. Darum gibt es auch keine allgemeingültige "Neurodermitis-Diät". Eine ausgewogene Mischkost aus möglichst frischen, unverarbeiteten Zutaten ist auch für Neurodermitiker meistens gut verträglich. Wenn aber eine Allergie (zum Beispiel gegen Erdnüsse) oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (wie beispielsweise Laktoseintoleranz) besteht, kann das für den Körper – inklusive der Haut - eine Belastung darstellen.

Für Neurodermitiker empfiehlt es sich darum, einen Allergietest zu machen, um herauszufinden, ob Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel vorliegen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten lassen sich zum Beispiel über Atemtests nachweisen. Bei Allergien und Intoleranzen kann ein Ernährungsberater helfen, einen individuellen Ernährungsplan aufzustellen.

Um selbst herauszufinden, ob Sie ein bestimmtes Lebensmittel nicht vertragen, sollten Sie dieses für mindestens eine Woche aus der Ernährung zu streichen und dann einen Tag lang eine größere Menge davon zu sich zu nehmen. Die Reaktion auf ein Lebensmittel kann von wenigen Sekunden (bei einer Allergie) bis zu 3 Tagen dauern. Beobachten Sie Ihren Körper genau und Sie werden herausfinden, welche Nahrungsmittel Ihnen gut bekommen.

Auf diese Lebensmittel reagieren manche Neurodermitiker

  • Milch-, Hühner- oder Sojaproteine
  • Weizen & anderes Getreide
  • Nüsse, insbesondere Erdnüsse
  • Manche Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kiwis, Bananen
  • Fisch & Meeresfrüchte
  • Fleisch, vor allem Schweinefleisch
  • Gemüsesorten wie Sellerie, Karotten, Sojabohnen, Tomaten
  • Stark verarbeitete Fertigprodukte
  • Histaminreiche Lebensmittel wie Fisch, Käse, Sauerkraut, Tomaten und Wein

Diese Nahrungsmittel lösen selten Allergien aus

  • Reis
  • Lamm und Pute
  • Blattsalate, Blumenkohl, Gurke, Brokkoli, Artischocken
  • Mineralwasser, schwarzer Tee
  • Salz und Zucker

Nährstoffe für die Haut

  • Mineralstoffe Silizium, Zink, Schwefel
    (z.B. in Salatgurken, Kohl, Radieschen)
  • Vitamin A
    (z.B. in Spinat, Broccoli, Karotten, Bohnen, Mais, Milchprodukte, Eigelb, Fisch, Aprikosen)
  • Vitamin E
    (z.B. in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Leinsamenöl, Olivenöl, Eigelb, Nüssen, Vollkornprodukten, Milchprodukten)
  • Vitamin C
    (vor allem in Zitrusfrüchten)
  • Vitamin H/Biotin
    (z.B. in Leber, Eigelb, Hülsenfrüchten, Haferflocken, Nüssen, Spinat, Pilzen)
  • Vitamin B3/Nikotinsäure
    (z.B. in Geflügel, Wild, Fisch, Pilzen, Milchprodukte, Eiern, Leber, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Erdnüssen, Datteln, getrockneten Aprikosen)

Generell gilt: Essen Sie viel basenüberschüssiges Obst und Gemüse. Vorsicht bei verarbeiteten Lebensmitteln und Konservierungsstoffen. Wenn Sie den Verdacht haben, bestimmte Lebensmittel nicht zu vertragen, können Sie auch ein Ernährungstagebuch anlegen und notieren, wann Ihre Neurodermitisschübe stärker werden.

Und nicht vergessen: mindestens 2 Liter Wasser pro Tag trinken! Das versorgt den Körper und auch die Haut von innen mit Feuchtigkeit.