Ein schöneres Leben für empfindliche Haut.

Mein Zuhause bei Neurodermitis

Ein hautfreundliches Zuhause bei Neurodermitis

Wer unter Neurodermitis leidet, sollte wissen: Bei der Einrichtung des eigenen Zuhauses kommt es nicht nur auf eine hübsche Optik an. Meistens können es die Betroffenen spüren, ob sie sich in einem hautfreundlichen Umfeld befinden. Mit der Auswahl der richtigen Möbel und Wohntextilien sowie der Einhaltung von ein paar Grundregeln können Neurodermitiker ihre Beschwerden oft verbessern.

Tipps für ein hautfreundliches Wohnklima

  • Sorgen Sie für eine gute Belüftung der Wohnräume
  • Vermeiden Sie zu viel Wärme und Trockenheit
  • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter
  • Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer
  • Vorsicht bei Schimmel

Neurodermitiker reagieren auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder schlechte Luftqualität stärker als Hautgesunde. Niedrige Luftfeuchtigkeit trocknet aus, die Haut beginnt zu spannen. Die Luftfeuchtigkeit können Sie durch richtiges Lüften regulieren. Ist es draußen kälter als in der Wohnung, können Sie durch Lüften die Raumluft trocknen. Eine Luftfeuchtigkeit von 45 - 60% ist optimal. Als Faustregel für richtiges Lüften gilt: Zweimal täglich, am besten morgens und abends, für 15 Minuten alle Fenster weit öffnen.

Vor allem im Schlafzimmer sollte die Raumtemperatur eher kühl gehalten werden, denn Schwitzen fördert den Juckreiz. Man sollte weder schwitzen noch frieren. Die bestmögliche Lufttemperatur liegt je nach Raumnutzung zwischen 18°C und 24°C. Wo jedoch zu niedrige Temperaturen auftreten, kann es kritisch feucht werden. In kalten Räumen oder an kalten Stellen im Raum kann sich Schimmel schneller bilden, was zu Allergien und Reizungen von Atemwegen und Haut führen kann. Darum sollten Sie alle Räume ausreichend heizen und darauf achten, dass die Temperatur auch im Schlafzimmer nicht unter 16°C sinkt.

Tipps für hautfreundliches Wohnen

  • Kaufen Sie möglichst schadstofffreie Möbel und Textilien
  • Vermeiden Sie Allergene
  • Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Putz-, Wasch- oder Spülmitteln
  • Verwenden Sie einen Staubsauger mit gutem Feinstaubfilter
  • Nutzen Sie antiallergene Matratzenüberzüge
  • Entfernen Sie Wollteppiche und Lammfelle
  • Frieren Sie Kuscheltiere immer mal wieder ein

Während des Schlafes reagiert der Organismus sensibler auf mögliche Schadstoffe, was auch ein Grund sein kann, warum der Juckreiz bei Neurodermitis in der Nacht oft besonders stark ist. Schadstoffe in der Raumluft können aus Möbeln, Klebern und Farben, Bodenbelägen, Schimmel und Rauch kommen. Achten Sie daher so weit wie möglich auf eine schadstofffreie Einrichtung.

Um Feinstaub einzudämmen, sollten Sie Böden und Flächen öfter feucht reinigen, da dies den Feinstaub besser aufnimmt. Auch ein Staubsauger mit Doppel-Filtersystem oder Wasserstaubsauger können die Feinstaubbelastung reduzieren. Verwenden Sie beim Putzen gefütterte Gummihandschuhe und lassen Sie Ihre Haut nicht direkt mit Putz-, Wasch- oder Spülmitteln in Kontakt kommen.

Für Neurodermitiker, die zusätzlich unter einer Allergie leiden, kann auch Hausstaub zur Belastung werden. Milbenallergendichte Matratzenbezüge können hier ebenso helfen, wie das Entfernen von Teppichen aus der Wohnung.

Ein Tipp für Kinder mit Neurodermitis: Kuscheltiere alle zwei Wochen für ungefähr 48 Stunden in die Tiefkühltruhe legen. So sterben Milben meist ab.