3 Fragen an einen Experten

Patienten über die Risiken von stark photosensibilisierenden Medikamenten aufklären

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Photosensibilisierung ist das Ergebnis einer Interaktion von ultravioletten Strahlen und der empfindlichen Hautsubstanz. Photosensibilisierung kann aufgrund eines lokal angewendeten Produktes entstehen (Parfum, Medikament), oder es kann sich um ein Molekül handeln, das über den Blutkreislauf in die Haut gelangt (photosensibilisierende Medikamente). Was kann man zur Vorbeugung unternehmen? Lesen Sie die Ratschläge eines Dermatologen.

Welche Symptome treten bei einer Photosensibilisierung auf?

Die Patienten können eine heftige Reaktion an den Hautstellen aufweisen, die der Sonne ausgesetzt sind.

Die Haut ist wie bei einem Sonnenbrand gerötet. Die Reaktion erfolgt kurz nach dem Auftragen eines Produktes oder der Einnahme eines Medikamentes. Die Reaktion kann auch wie ein Ekzem aussehen, das über die Stellen hinauswächst, die der Sonne ausgesetzt sind oder waren. Der Ausbruch dieser Art Photoallergie verzögert sich oft (48 Stunden nach der Sonneneinstrahlung).

Was kann man in diesen Fällen unternehmen?

Die rein optische Untersuchung deutet schnell auf eine Photosensibilisierung hin.

Dann frage ich meine Patienten, welche Medikamente sie genommen haben, welche Kosmetika oder dermatologischen Cremes. Es gibt viele photosensibilisierende Medikamente (bestimmte Antibiotika, Anti-Depressiva, entzündungshemmende Produkte usw.). Habe ich ein Medikament in Verdacht, rate ich meinen Patienten zu einer speziellen Untersuchung, bei der Tests unter Ultraviolettstrahlung durchgeführt werden. Natürlich müssen die Symptome gelindert werden. Hierzu sollte das auslösende Medikament so schnell wie möglich abgesetzt und Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Was empfehlen Sie zur Vermeidung einer Photosensibilisierung?

Patienten müssen über die Risiken von stark photosensibilisierenden Medikamenten aufgeklärt werden.

Patienten sollten grundsätzlich nicht zögern, einen Arzt zu befragen. Natürlich können bestimmte Medikamente wie Herzmittel nicht abgesetzt werden. Ich rate meinen Patienten, die Sonne zu meiden. Wenn sie sich im Freien aufhalten, sollten sie geeignete Schutzmaßnahmen treffen (Kleidung, Produkt mit sehr hohem Sonnenschutzfaktor auf die Haut geben). Bei Sonneneinstrahlung sollten weiterhin Parfums nicht direkt auf die Haut gegeben werden.

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