3 Fragen an einen Experten

Zum Überdecken von Narben benutzt man pigmentreiche Produkte

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Nach einer Hautbehandlung ist der Arzt zufrieden, wenn die Narben sich als klein und geschmeidig erweisen. Nicht so die Patientin, die meist enttäuscht ist, dass sie überhaupt Narben hat. Lesen Sie die Ratschläge eines Dermatologen zum Kaschieren von unvermeidbaren kleinen Narben.

1. Wie entwickeln sich die Gesichtsnarben Ihrer Patientinnen?

Die Narben sind zunächst rot und empfindlich.

Nach und nach hellen sie auf und werden schmerzfrei. Nach einem Monat lassen sie sich sanft massieren, um sie geschmeidig zu machen und die Haut zu mobilisieren. Schließlich nimmt der Narbenbereich den ursprünglichen Hautton an, die Narbe verschwindet nach und nach. Es dauert etwa 12 bis 18 Monate, bis die Narbe endgültig abgeheilt ist.

2. Welches Make-up empfehlen Sie zum Kaschieren von Narben?

Wir benötigen pigmentreiche Produkte, wie eine so genannte "korrigierende Grundierung":

eine gängige Foundation reicht da nicht mehr aus. Man gibt ein wenig Grundierung auf den Handrücken, um das Produkt zu erwärmen. Dann gibt man etwas von dem Produkt auf die Narbe. Dann wird die Farbe mit einem großen Pinsel auf der Narbe verteilt, bis sie vollständig abgedeckt ist. Zum Schluss das Produkt an den Narbenkonturen verblenden.

3. Reicht Make-up Ihrer Meinung nach aus, um die Narbe vor Sonneneinstrahlung zu schützen?

Die Pigmente in korrigierenden Grundierung sind dieselben wie die in Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor.

Sie bieten also im Alltag ausreichend Schutz, etwa an einem normalen Arbeitstag, den man im Büro verbringt. Das Make-up lässt sich gut tagsüber nachbessern. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung sollte das Make-up nach dem Sonnenschutz aufgetragen und alle zwei bis drei Stunden aufgefrischt werden.

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