Ein schöneres Leben für empfindliche Haut.

Verreisen mit Neurodermitis

Auf Reisen mit Neurodermitis

Bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis kann es auf Reisen zu akuten Schüben kommen. Die klimatisierte, trockene Luft im Flugzeug, das ungewohnte Klima am Urlaubsort oder die Ernährungsumstellung, vor allem in tropischen Regionen, können sich negativ auf die Haut auswirken.

Ein gutes Klima für Neurodermitis

Eine Reise in besondere Klimaregionen wie das Hochgebirge oder an die Küste kann für eine Erleichterung der Symptome sorgen, vor allem dann, wenn zusätzlich eine Pollenallergie vorliegt. Obwohl in diesen Gebieten eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht, können sich abgestorbene Hautzellen besser lösen und die Durchblutung der Haut wird gefördert. Die Haut wird glatter und es treten weniger Entzündungen auf. Kühle Luft und Wind können das Immunsystem abhärten und die saubere Luft schont die Atemwege.

Ein besonderes Ziel für eine Klimatherapie ist das Tote Meer. Die günstigen Klimabedingungen, fehlende Allergieauslöser und das mineralstoffreiche Wasser werden von vielen Neurodermitikern als sehr angenehm und heilsam empfunden.

Tipps für den Urlaub in der Sonne

  • In Regionen mit gemäßigtem Klima reisen
  • Einen hohen Sonnenschutz einpacken
  • Luftdurchlässige Kleidung einpacken
  • Spezielle Kosmetikprodukte z.B. zur Mückenabwehr vorher testen

Viele Neurodermitiker zieht es häufig im Winter in wärmere Gegenden, denn die Haut verliert bei wärmerem Wetter weniger Feuchtigkeit und die UVA-Strahlen der Sonne wirken antibakteriell, was häufig das Wohlbefinden der Betroffenen steigert. Jedoch können trockene, sonnenintensive oder feuchtwarme, tropische Klimabedingungen die Hautbeschwerden verschlimmern. Zu starkes Schwitzen kann entzündliche Hautreaktionen hervorrufen und den Juckreiz verstärken.

Luftundurchlässige Kleidung, größere sportliche Betätigungen oder eine stark fettende Hautcreme sollten in sehr heißen Regionen vermieden werden. Packen Sie leichte Baumwoll- oder Leinenkleidung ein.

Der Kontakt mit Wasser kann zu Irritationen und Austrocknung führen. Darum heißt es nach jedem Bad im Meer: nachcremen. Mückenabweisende Mittel können die Haut reizen. Bevor Sie ein Produkt großflächig anwenden, sollten Sie es auf einer kleineren Hautpartie testen.

Tipps für den Winterurlaub

  • Kleidung nach dem "Zwiebelprinzip"
  • Für Luftfeuchtigkeit in beheizten Unterkünften sorgen
  • Fetthaltigere Hautpflege verwenden
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden

Von der eisigen Piste in die trockene Wärme der Skihütte – starke Temperaturschwankungen bedeuten Stress für die Haut von Neurodermitikern. Für die Wahl der Kleidung bedeutet das: lieber mehrere Schichten tragen. Gut geeignet sind weiche Baumwolle, Viskose und Fleecestoffe. Gegen die trockene Haut in der beheizten Hütte hilft eine Schale mit Wasser auf der Heizung.

Dazu kommt, dass bereits ab einer Außentemperatur von 8°C die Haut zu wenig Fett produziert, welches sie normalerweise vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Eine regelmäßige Haut- und Lippenpflege mit einem hohen Fettanteil ist für Neurodermitiker im Winter umso wichtiger.

Auch die Sonneneinstrahlung in den Bergen ist nicht zu unterschätzen. Alle 1.000 Höhenmeter verstärkt sich die Sonneneinstrahlung um 20 Prozent. Die Reflexion im Schnee erhöht die Lichtintensität sogar um 90 Prozent. Eine Sonnenpflege mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) ist besonders in den Bergen unerlässlich.

Nicht vergessen

  • Die Basispflege bestehend aus Reinigungs- und Pflegeprodukten
  • Hautfreundlicher Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Bei Allergien: Antihistaminika dabeihaben
  • Internationalen Allergiepass mitnehmen
  • Checken Sie gegebenenfalls die ärztliche Versorgung am Urlaubsort
  • Genießen Sie Ihren Urlaub!