EINFLUSS DER KREBSTHERAPIE AUF DIE HAUT: TRADITIONELLE CHEMOTHERAPIE
HAARVERLUST

duration time 4 Mindest-Lesezeit

Alopezie oder Haarausfall wird durch Behandlungen ausgelöst, die speziell auf schnell wachsende Zellen fokussiert sind. Jedoch haben nicht nur Krebszellen diese Eigenschaft, sondern auch Haarzwiebeln (d. h. Haarwurzeln). Dies führt zu einem plötzlichen oder fortschreitenden Verlust der Kopf- und Körperbehaarung. Haare und Körperbehaarung wachsen nach der Behandlung wieder nach, sobald der Körper alle Spuren des Medikaments abgebaut hat.

Hygiene

  • Waschen Sie die Haare mit einer kleinen Menge sanften Shampoos und lauwarmem Wasser.(1)
  • Vermeiden Sie reizende Behandlungen (z. B. Fönen, Aufhellen usw.).(1)
  • Verwenden Sie eine Bürste mit weichen Borsten.(1)

Vor der Chemotherapie

  • Waschen oder bürsten Sie Ihr Haar nicht zu oft. Im Idealfall waschen Sie die Haare am Tag vor der Chemotherapie und warten bis zu 8 Tage bis zur nächsten Shampoo-Wäsche.(2)
  • Lassen Sie sich vor der Chemotherapie die Haare kurz schneiden.(1)

HAND- UND FUSSSYNDROM

Zwei Arten:

  • Eine Form mit Rötungen und sehr unangenehmen Schwellungen (Brennen, Dysästhesie)

    Das kann auch zu Blasen führen. Neigt Ihre Haut außerdem zu trockenen Stellen, kann sich die Haut ablösen.

  • Eine Form mit sekundärer Hyperkeratose (Verhornung der Haut), die gelblich erscheint und sekundäres Schälen der Haut mit Schmerz und Druckstellen.

Hygiene

  • Sanfte Reinigungsprodukte, die das natürliche pH-Gleichgewicht der Haut bewahren, beispielsweise Syndet(1)
  • Regelmäßige Fußpflege (morgens und abends waschen / sanft trocken tupfen)(2)

Hauptpflegeprodukte

  • Feuchtigkeitscreme mit Urea, beispielsweise Lipikar Lait Urea 5+ (verlinken) (1)
  • Beruhigende Hautpflegeprodukte für irritierte und empfindliche Haut (1)

Schutz

  • Vermeiden Sie jegliche Aktivitäten, die Reibung oder wiederholten Druck auf die Haut ausüben (3)
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Gehen (1)
  • Tragen Sie bequeme Schuhe: offene Schuhe ohne hohe Absätze mit dämpfenden Sohlen, Baumwoll- oder Seidensocken usw. (1)

Hitze / Feuchtigkeit

  • Kühlen Sie Ihre Hände und Füße 15 bis 20 Minuten lang mit Eispackungen oder Kältekissen (z.B. feuchtes Handtuch) (2)
  • Versorgen Sie Ihre Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit (2)
  • Vermeiden Sie Hitze (2)

XEROSIS (TROCKENHEIT), PRURITUS (JUCKREIZ)

  • Trockene Haut, die zu schuppigen Stellen und Juckreiz neigt
  • Unebenmäßig aussehende Haut

Hygiene

  • Sanfte Reinigungsprodukte, die das natürliche pH-Gleichgewicht der Haut bewahren, beispielsweise Syndet(1)
  • Badeöle(1)
  • Mit einer Wassertemperatur von 33-35 °C duschen anstatt zu baden(2)
  • Die Haut sanft trockentupfen, nicht reiben(2)
  • Hautpflegeprodukte sofort auf die feuchte Haut auftragen (1)

Hauptpflegeprodukte

Feuchtigkeitscremes mit leichter Textur(1), können Urea enthalten

Lichtschutz

UVA-/UVB-Lichtschutz, mindestens LSF 50, zum Beispiel das Anthelios Invisible Fluid LSF 50+ (verlinken) (1)

Kleidung

  • Tragen Sie Baumwollkleidung.(2)
  • Tragen Sie keine Kleidung aus Wolle (Mikrofasern) oder Synthetik (nicht atmungsaktiv...).(2)
  • Vermeiden Sie Reizstoffe, die Juckreiz verursachen (z. B. Seifen, Reinigungsmittel, chemische Produkte, scheuernde Stoffe usw.)(1)

Hitze

Vermeiden Sie es, sich zu warm anzuziehen, da Hitze und Schwitzen Juckreiz auslösen.(1)

PULPITIS, RISSE

Hyperkeratose mit unangenehmen, linienförmigen Erosionen, die unterschiedlich tief sein können

Hygiene

  • Sanfte Reinigungsprodukte, die das natürliche pH-Gleichgewicht der Haut bewahren, beispielsweise Syndet(1)
  • Den Kontakt mit Wasser nach Möglichkeit vermeiden(2)
  • Trocken tupfen(1)

Hauptpflegeprodukte

  • Feuchtigkeitscremes(1)
  • Beruhigende Hautpflegeprodukte für irritierte und empfindliche Haut (1)
  • Bei Rissen(1): Verwenden Sie einen regenerierenden Emollienz-Wirkstoff / Balsam, wie Lipikar Baume AP+ Körperbalsam (verlinken), mit einem Okklusivverband.

Kleidung

  • Für Arbeiten im Innen- und Außenbereich werden Handschuhe empfohlen.(1)
  • Verwenden Sie Innenhandschuhe aus einem geeigneten Material (z. B. Seide).(1)

Lichtschutz

UVA-/UVB-Lichtschutz, mindestens LSF 50, zum Beispiel das Anthelios Invisible Fluid LSF 50+ (verlinken) (1)

Kleidung

  • Tragen Sie Baumwollkleidung.(2)
  • Tragen Sie keine Kleidung aus Wolle (Mikrofasern) oder Synthetik (nicht atmungsaktiv...).(2)
  • Vermeiden Sie Reizstoffe, die Juckreiz verursachen (z. B. Seifen, Reinigungsmittel, chemische Produkte, scheuernde Stoffe usw.)(1)

Hitze

Vermeiden Sie es, sich zu warm anzuziehen, da Hitze und Schwitzen Juckreiz auslösen.(1)

PARONYCHIE

  • Entzündung des periungualen Bereichs (wo Nagel und Nagelhaut am Nagelansatz aufeinander treffen)
  • Es kann sich manchmal eine Beule oder ein Pseudo-Botriomykom an der Seite des Nagels bilden.
  • Kann zu einer bakteriellen Infektion durch Staphylococcus aureus oder Candida führen

Hygiene

  • Sanfte Reinigungsprodukte, die das natürliche pH-Gleichgewicht der Haut bewahren, beispielsweise Syndet(1)
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und achten Sie auf Ihre Handhygiene (2)
  • Schneiden Sie Ihre Nägel richtig: gerade schneiden, nicht zu kurz, vermeiden Sie scharfe Kanten (besonders an den Seiten der Nägel) (1)
  • Verwenden Sie geeignete Nagelscheren und antiseptische Produkte (1)
  • Vermeiden Sie reizende Maniküren und Pediküren (2)

Hauptpflegeprodukte

  • Stärkender Nagellack(1)
  • Beruhigende Hautpflegeprodukte für irritierte und empfindliche Haut (1)
  • Tragen Sie vor der Chemotherapie zwei Schichten Nagellack auf: 1/ Silizium-Basis 2/ dunkler, nicht perlmuttschimmernder Nagellack(1)

Wenn Sie asymptomatische Paronychie haben: vermeiden Sie reizende Pediküren/Maniküren (1)
Wenn Sie an mittelschwerer bis schwerer symptomatischer Paronychie leiden: Pediküre/Maniküre nur unter dermatologischer Aufsicht durchführen (1)

MAKULOPULÖSER AUSSCHLAG

Polymorpher erythematöser, makulärer und/oder papulöser Hautausschlag, durchsetzt mit Bereichen gesunder Haut.
Progressive Ausbreitung. Häufiger Juckreiz.

Hygiene

  • Sanfte Reinigungsprodukte, die den natürlichen pH-Wert der Haut bewahren wie beispielsweise ein Syndet (1)
  • Nagelpflege (2)

Hautpflegeprodukte

  • Leichte Feuchtigkeitscremes (1)
  • Vermeiden Sie Produkte, die die Haut austrocknen können (etwa alkoholbasierte Produkte, Seifen usw.) (2)

GESICHTSSCHWELLUNG

  • Schwellung verursacht durch Flüssigkeitsansammlungen in der Demis und im Unterhautgewebe, verursacht durch Chemotherapie.
  • Sie kann im Gesicht, in den Gliedmaßen und gelegentlich im Bauchbereich auftreten

Hygiene

Sanfte Reinigungsprodukte, die das natürliche pH-Gleichgewicht der Haut bewahren, beispielsweise Syndet(1)

Hauptpflegeprodukte

Feuchtigkeitscreme(1)

Ernährung

Salz vermeiden(2)

Quellen
(1) (1) Livret pharmaciens – gérer les effets secondaires cutanés des thérapies anti-cancer. [Broschüre für Apotheker – die Bewältigung von Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen.

(2) ESKIMO Runder Gruppentisch:

Bensadoun RJ, Dreno B, Humbert P, Krutmann J, Luger T, Rougier A, Triller R.

Aktualisiert im Mai 2016 von
Professorin Brigitte Dréno
Director of the Department of Dermato Cancerology
Director of the Unit of Gene and Cell Therapy
Prodekanin für Forschung der Medizinischen Fakultät Nantes Frankreich

RICHTIG
ODER FALSCH

DIE KREBSTHERAPIE HAT
KEINEN EINFLUSS AUF IHRE NÄGEL

FALSCH

Ihre Nägel können nach einer Chemotherapie und einer gezielten Therapie anders aussehen. Sie sind meist spröder und können trocken sowie brüchig werden. Manchmal verfärben sie sich oder es treten Flecken an der Oberfläche auf. Diese Auswirkungen können durch chemische Produkte, die Sie täglich verwenden, verstärkt werden. Auch Einflüsse Ihrer Umwelt, wie Schadstoffe, können sich auf Ihre Nägel auswirken.
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IHRE HÄNDE UND FÜSSE KÖNNEN WÄHREND EINER KREBSTHERAPIE SCHNELLER TROCKEN WERDEN.

RICHTIG

Ihre Hände, Füße und Lippen erfordern besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Da sie nur wenige Talgdrüsen besitzen, enthalten sie auch weniger schützende Öle. Das bedeutet, dass sie schneller austrocknen. Vor allem dann, wenn sie mit verschiedenen Umwelteinflüssen oder Toxinen in der Krebstherapie in Kontakt kommen. Die Haut kann sich verdicken, rissig werden und sich gereizt anfühlen. Pflegen und schützen Sie Ihre Haut mit einer Creme wie Cicaplast Baume B5
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SONNE IST GUT FÜR SIE, WENN SIE SICH
IN DER KREBSTHERAPIE BEFINDEN

FALSCH

Einige Krebsbehandlungen führen dazu, dass die Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert. Wenn Sie sich ultravioletter (UV) Strahlung aussetzen, kann empfindliche Haut gereizt und gerötet reagieren. Daher sollten Sie während der Krebstherapie direkte Sonneneinstrahlung meiden. Zudem ist es wichtig, einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen. (z.B. Anthelios Invisible Fluid LSF 50+ von La Roche Posay verlinken) Noch vorsichtiger sollten Sie sein, wenn Sie eine Strahlentherapie durchführen. Es kann selbst mehrere Jahre nach der Behandlung noch zu einer chronischen Radiodermatitis kommen.
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DAS THERMALWASSER VON LA ROCHE-POSAY IST FÜR JEDES HAUTANLIEGEN GEEIGNET

RICHTIG

Das stimmt tatsächlich. Das Thermalwasser von La Roche-Posay ist für seine entzündungshemmenden, heilenden sowie beruhigenden Eigenschaften bekannt.
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HAARVERLUST IST EIN ZEICHEN DAFÜR, DASS
IHRE KREBSTHERAPIE ANSCHLÄGT.

RICHTIG

Eine negative Auswirkung der Therapie ist der Haarverlust. Gleichzeitig ist er ein Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt: Durch das Einleiten eines toxischen Produkts in das Blut beseitigt die Chemotherapie sich schnell vermehrende Zellen. Dies entfernt nicht nur Krebszellen, sondern auch einige gesunde Zellen wie die in den Haarfollikeln. Deshalb sind die Kopf- und Körperhaare oft zuerst betroffen.
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