Hautpflege bei Rosazea

Rosazea ist ein weit verbreitetes Hautanliegen. Durch die teilweise sehr stark sichtbaren Anzeichen kann das Erscheinungsbild nicht selten das Wohlbefinden und das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Allerdings spielt bei Rosazea nicht nur der kosmetische Aspekt eine große Rolle. Hierbei handelt es sich vielmehr um einen Hautzustand, dessen Komplexität fortwährend erforscht wird.

Was ist Rosazea?

Rosazea bedeutet übersetzt „Rosenblütchen“ und ist ein nicht ansteckendes, chronisch verlaufendes Hautanliegen. Rosazea kann in jedem Alter auftreten, allerdings zeigen sich die ersten Anzeichen besonders oft ab oder nach dem dritten Lebensjahrzehnt. Rosazea kann sich bei jedem Hauttyp entwickeln, scheint jedoch bei Menschen mit heller Haut und hellen Haaren häufiger vertreten zu sein.1 Das Hautanliegen betrifft Frauen zudem meist öfter als Männer.2 Die Anzeichen von Rosazea klingen in der Regel nicht vollständig ab. Sie lassen sich allerdings mit geeigneten Maßnahmen mildern, sodass sich das Hautbild langfristig verbessern kann.

 

Was sind die Ursachen für Rosazea?

Der Ursprung von Rosazea ist bislang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Es gelten jedoch verschiedene Faktoren als wahrscheinliche Ursachen:

  • Genetische Veranlagung
  • Überreaktion des Immunsystems Beeinträchtigung des Magen-Darm-Trakts3
  • Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Bakterien und Milbenarten, wie etwa der Demodexmilbe

Als Auslöser – auch „Trigger“ genannt – kommen mehrere Einflüsse infrage. Dazu zählen beispielsweise:

  • UV-Strahlung (hierzu zählen neben der Sonne auch Solarien)
  • Starke Temperaturschwankungen und extreme Kälte oder Hitze (unter anderem auch Dampfbäder und Saunagänge)
  • Bestimmte Nahrungsmittel, scharf gewürzte Speisen, Alkohol und heiße Getränke
  • Medikamente mit gefäßerweiternder Wirkung
  • Stress und körperliche Anstrengung

Ob und in welchem Umfang zu Rosazea neigende Haut auf mögliche Auslöser reagiert, ist immer individuell und lässt sich daher nur eingeschränkt vorhersagen.

Was sind typische Symptome von Rosazea?

Die Hautanzeichen von Rosazea können sowohl einzeln als auch gemeinsam auftreten. Sie sind unterschiedlich stark ausgeprägt und auch ihr Erscheinungsbild kann sich unterschiedlich zeigen sowie verändern.

  • Rote Flecken auf der Haut:
    Rote Flecken oder Punkte auf der Haut, vor allem im Bereich der Wangen, sind besonders typisch für Rosazea. Auch feine rote Äderchen sind mehr oder weniger stark sichtbar. Je nach Ausprägung kann das Hautbild dadurch unregelmäßig wirken.
  • Brennende Haut:
    Die Rötungen können stellenweise von einem brennenden oder stechenden Gefühl auf der Haut begleitet werden.
  • Trockene und schuppige Haut:
    Zu Rosazea neigende Haut ist oft trocken, fühlt sich rau an und neigt zur Bildung von Schuppen.
  • Juckende Haut:
    Auch Juckreiz kann bei Rosazea als Symptom auftreten. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Haut sehr empfindlich ist und zu Trockenheit neigt.

Welche Stadien von Rosazea gibt es?

Das Erscheinungsbild von Rosazea ist meist sehr individuell. Für eine grobe Orientierung lässt sich der Verlauf des Hautanliegens in unterschiedliche Stadien einteilen. Diese Stadien können sich im Laufe der Zeit aufeinanderfolgend entwickeln. Es ist aber auch möglich, dass Rosazea in einem Stadium stagniert und sich lange Zeit oder gar nicht weiter intensiviert.

 

Couperose: Vorstufe von Rosazea?

Couperose wird häufig als eine Vorstufe von Rosazea diagnostiziert. In der Dermatologie werden die Begriffe Couperose und Rosazea aber auch synonym verwendet.4 Typische Anzeichen von Couperose sind plötzliche, unerklärliche Rötungen im Gesicht, die unterschiedlich lange andauern und in ihrer Intensität variieren können. Diese Art der Rötung wird auch als Flush bezeichnet. Hinzu kommen feine Äderchen, die sichtbar rot, violett oder bläulich durch die Haut, meist an Nase und Wangen, schimmern.

Stadium I: Leichte Rosazea

Am Anfang einer Rosazea entwickeln sich die gelegentlichen Flushs allmählich zu einer anhaltenden Gesichtsrötung. Dies liegt in der verstärkten Durchblutung der feinen Blutgefäße im Gesicht begründet, die sich auf diese Weise dauerhaft erweitern. Die Haut kann durch die so entstehenden Rötungen regelrecht „aufgeblüht“ erscheinen. In manchen Fällen kommt es zudem zu Schwellungen.

 

Stadium II: Mittlere Rosazea 

Zusätzlich zu einem dauerhaft geröteten Gesicht treten in diesem Stadium auch Pusteln und Papeln auf. Oft wird Rosazea deshalb mit Akne in Verbindung gebracht. Dies ist allerdings nicht der Fall, da Rosazea-bedingte Pusteln und Papeln nicht von schwarzen oder weißen Mitessern begleitet werden.

 

Stadium III: Schwere Rosazea

Bei einer sehr stark ausgeprägten Rosazea zeigen sich vermehrt Knötchen und Knoten. Durch eine auftretende Bindegewebsvermehrung und Gewebswucherung kann es außerdem zu vergrößerten Poren und einer verdickten Haut kommen. Bei Rosazea an der Nase resultiert daraus schließlich die als charakteristisch geltende „Knollennase“.

Bitte beachten Sie: Die Übergänge der Stadien sind oft fließend und unklar. Laut einer Studie5 weist zu Rosazea neigende Haut bei mehr als 50 Prozent der Betroffenen eine Kombination aus den einzelnen Stadien auf. Diese wissenschaftliche Erkenntnis verdeutlicht, wie individuell der Verlauf von Rosazea sein kann.

 

Was ist ein Rosazea-Schub?

Das Erscheinungsbild von Rosazea ist vor allem von einem Verlauf in Schüben geprägt – den bereits erwähnten Flushs. Bei einem Flush können sich die bereits vorhandenen Hautrötungen innerhalb von Minuten intensivieren. Die Rötungen gehen in der Regel mit einer starken Wärmeentwicklung einher, sodass sich die Haut in den entsprechenden Bereichen heiß anfühlt. Darüber hinaus sind weitere Symptome wie Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühle oft Teil eines Schubs. Diese Art von Schüben sind typisch für zu Couperose und Rosazea neigende Haut. Bei Rosazea können, je nach Stadium, zusätzlich Pusteln, Papeln, Schuppen und Schmerzen auftreten.

 

Rosazea im Gesicht

Die Symptome von Rosazea zeigen sich vor allem im Gesicht. Am häufigsten werden die Anzeichen an Stirn, Nase, Wangen und Kinn sichtbar. Rosazea kann jedoch auch an anderen Stellen im Gesicht auftreten, wobei einige Besonderheiten zu beachten sind.

 

Rosazea an den Augen

Rosazea kann sich in einigen Fällen auf den Bereich der Augenpartie ausweiten. Diese Form wird häufig auch als viertes Stadium der Rosazea bezeichnet.5 Die Augen und Augenlider neigen zu Rötungen, tränen und jucken. Sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut können durch die Rosazea-Symptome beansprucht werden. Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit sowie eine verschwommene Sicht sind ebenfalls möglich. Lassen Sie Symptome dieser Art zur Sicherheit immer von einem Augenarzt abklären.

 

Rosazea an den Lippen

Während die Anzeichen von Rosazea auch im Bereich des Mundes auftreten können, muss hier zunächst zwischen Rosazea und einer perioralen Dermatitis differenziert werden. Die Symptome ähneln sich teilweise so sehr, dass bei perioraler Dermatitis auch von rosazeaartiger Dermatitis gesprochen wird. Die beiden Hautzustände sind jedoch unabhängig voneinander. Periorale Dermatitis entsteht vor allem durch eine Überpflegung der Haut mit ungeeigneten Waschsubstanzen, Cremes oder anderen Kosmetika. Die Symptome klingen in der Regel vollständig ab, sobald die auslösende Substanz identifiziert und Ihre Pflegeroutine entsprechend angepasst wurde.

 

Rosazea in verschiedenen Körperbereichen

Auch wenn Rosazea zwar bevorzugt im Gesicht auftritt, können sich Anzeichen auch an weiteren Stellen des Körpers bemerkbar machen. Dazu gehören vor allem die folgenden Bereiche:

  • Kopfhaut:
    Bei zu Rosazea neigender Haut weist nicht selten auch die Kopfhaut Anzeichen dieses Hautanliegens auf. Es können Rötungen, Pusteln und Juckreiz auftreten. Oft ist die Kopfhaut sehr empfindlich, neigt zu Schuppenbildung und das Haar fettet schnell nach. Aktuelle Studien6 legen nahe, dass auch bestimmte Arten von Haarausfall, wie etwa die frontale fibrosierende Alopezie, in Verbindung zu Rosazea stehen könnten.

 

  • Hals und Dekolleté:
    In seltenen Fällen breiten sich die Symptome von Rosazea über den Hals bis zum Dekolleté aus. Hier können sich sowohl erweiterte Äderchen und Rötungen als auch Pusteln und Papeln zeigen.

Rosazea in Kombination mit weiteren Hautanliegen

Zu Rosazea neigende Haut zeigt ein breites Spektrum an Symptomen, die auch bei anderen Hautzuständen auftreten können. Für eine geeignete Therapie sowie für die richtige Hautpflege ist es daher wichtig, die Unterschiede zu erkennen.

 

Rosazea und Akne

Rosazea und Akne können sich in der Symptomatik sehr ähneln. Es handelt sich jedoch um zwei verschiedene Hautzustände. Beobachten Sie Ihre Haut deshalb genau, um die Anzeichen einer Rosazea von denen der Akne unterscheiden zu können. Bei zu Akne neigender Haut bilden sich zum Beispiel Mitesser, die nicht zum Erscheinungsbild von Rosazea gehören. Ein weiterer Anhaltspunkt kann die Ausbreitung der Anzeichen sein. Konzentrieren sich Rötungen, Pusteln und Papeln bei Rosazea in erster Linie auf das Gesicht, zeigt sich Akne oft auch auf der Brust, an den Schultern und am Rücken.5 Für eine fundierte Diagnose sowie geeignete Behandlung und Pflege, sollten Sie stets einen Dermatologen zu Rate ziehen.

 

Rosazea und Neurodermitis

Bei Rosazea und Neurodermitis handelt es sich ebenfalls um unterschiedliche Hautzustände, deren Anzeichen sich zum Teil ähneln können. Jedoch geht Neurodermitis häufig mit trockenen und juckenden Hautstellen einher. Darüber hinaus tritt Neurodermitis typischerweise auch an den Händen sowie den Arm- oder Kniebeugen auf, was bei Rosazea nicht der Fall ist.

 

Rosazea und Allergien

Laut einer Studie7 besteht ein Zusammenhang zwischen Rosazea und einer erhöhten Neigung zu Allergien. Detaillierte Informationen gibt es besonders zur sogenannten Kontaktallergie.8 Demnach reagieren Menschen mit zu Rosazea neigender Haut nicht nur vermehrt auf Stoffe wie Nickel und andere Substanzen, sondern zum Teil auch auf einzelne Wirkstoffe von medizinischen Cremes

gegen Rosazea. Dies gilt es daher bei einer Therapie in jedem Fall zu beachten.

 

Reinigung und Pflege von zu Rosazea neigender Haut

Da zu Rosazea neigende Haut besonders sensibel ist, sollte die Reinigung und Pflege auf die Bedürfnisse von empfindlicher Haut abgestimmt sein.

 

Gesichtsreinigung bei Rosazea

Verwenden Sie für die Reinigung Ihres Gesichts idealerweise lauwarmes Wasser und seifenfreie Produkte, möglichst pH-hautneutral. Achten Sie außerdem darauf, dass der Gesichtsreiniger keinen Alkohol enthält. Rubbeln Sie die Haut nach der Reinigung nicht trocken, sondern tupfen Sie sie sanft mit einem weichen Tuch ab.

Tipp: Stark kalkhaltiges Leitungswasser kann zu Rosazea neigende Haut zusätzlich irritieren. Für diesen Fall empfiehlt sich ein sanftes Reinigungsprodukt mit Mizellentechnologie, das nicht mit Wasser abgespült werden muss.

 

Gesichtspflege bei Rosazea

Im Anschluss an die Gesichtsreinigung sollten Sie in jedem Fall eine geeignete Pflege auftragen. Achten Sie vor allem auf sanfte Formulierungen und leichte Texturen. Cremes und Lotionen mit einem hohen Wasseranteil sind hier eher zu empfehlen. Daher eignen sich fettende Cremes und ätherische Öle mit durchblutungsfördernder Wirkung (zum Beispiel Menthol, Eukalyptus oder Kampfer) für zu Rosazea neigende Haut eher nicht. Ergänzend zur Feuchtigkeitspflege können Sie Ihre Haut mit einem Serum oder Konzentrat für zu Rötungen neigende Haut pflegen.

Anti-Aging-Pflege bei Rosazea

Die Auswahl an Anti-Aging-Produkten ist groß. Da zu Rosazea neigende Haut jedoch auf viele Inhaltsstoffe reagieren kann, kommt oft nur eine kleine Auswahl der konventionellen Produkte infrage. Wählen Sie für Ihre Anti-Aging-Pflege möglichst minimalistische Formulierungen, die für empfindliche Haut entwickelt wurden. Die Pflege sollte zudem keine durchblutungsfördernden Eigenschaften besitzen. Wählen Sie feuchtigkeitsspendende Produkte, die aufpolsternd wirken und sie zugleich beruhigen.
Gut zu wissen: Rosazea und Peelings
Peelings sind bei zu Rosazea neigender Haut nur eingeschränkt zu empfehlen. Sie regen die Durchblutung an und können die Haut durch die Reibung irritieren. Allerdings finden Fruchtsäurepeelings im Zusammenhang mit einer Therapie gegen Rosazea immer wieder Erwähnung. Möchten Sie Ihre Haut mit einem Peeling verwöhnen, lassen Sie sich dazu am besten vorab von einem Hautarzt oder im Kosmetikstudio beraten.

Make-up bei Rosazea

Die Anzeichen von Rosazea können Sie mit dem richtigen Make-up abdecken und so natürlich kaschieren. Achten Sie darauf, dass die Produkte für empfindliche Haut geeignet sind. Die Textur sollte kein Öl enthalten, leicht sein und dennoch eine gute Deckkraft besitzen. Wählen Sie bei Ihrer Foundation eine Nuance, die zu Ihrem Hauttyp passt und nicht zu dunkel ist. Weicht die Farbe zu sehr von Ihrem natürlichen Hautton ab, entstehen unschöne Ränder und Ihr Make-up wirkt schnell maskenhaft. Vereinzelte Rötungen und Unebenheiten können Sie zudem punktuell mit einem Concealer abdecken. Alternativ zu einer Foundation eignet sich auch eine deckende Tagespflege, um Rötungen und Unebenheiten des Hauttons zu kaschieren.

 

Sonnenschutz bei Rosazea

Sonnenlicht und UV-Strahlung sind in den meisten Fällen Reizfaktoren für zu Rosazea neigende Haut. Es ist daher ratsam, direkte Sonneneinstrahlung weitestgehend zu vermeiden und die Haut mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen. Ein Sonnenschutz kann außerdem dazu beitragen, einem Schub entgegenzuwirken. Damit das Sonnenschutzmittel die empfindliche Haut nicht zusätzlich beansprucht, sollten Sie eine leichte, nicht fettende Textur ohne reizende Zusatzstoffe auftragen. UV-Strahlen erreichen die Haut auch bei bewölktem Himmel und während der kälteren Jahreszeiten. Verwenden Sie deshalb ganzjährig einen UV-Schutz. Als Alternative zu Sonnencreme bietet sich hier eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor an.

 

Ernährung bei Rosazea

Neben der Hautpflege kann auch die richtige Ernährung eine entscheidende Rolle für das Erscheinungsbild von Rosazea spielen.

 

Welche Lebensmittel sollte ich bei Rosazea meiden?

Welche Nahrungsmittel das Erscheinungsbild von zu Rötungen neigender Haut und Rosazea intensivieren oder gar einen Schub auslösen können, ist bei jedem Menschen verschieden. Eine spezielle Diät ist zwar in der Regel nicht notwendig, jedoch gibt es eine Reihe an Lebensmitteln und Getränken, die als Trigger für Rosazea-Schübe gelten:

  • Meiden Sie Alkohol so weit wie möglich, denn er erweitert die Blutgefäße und kann auf diese Weise das Auftreten von Flushs begünstigen.
  • Kaffee und Tee sollten Sie nur in Maßen genießen, da beide Getränkearten ebenfalls auf die Gefäße wirken. Ein bis zwei Tassen pro Tag sind in der Regel gut verträglich.
  • Scharfe Gewürze fördern das Schwitzen und damit die Rötung des Gesichts. Dazu zählen zum Beispiel Pfeffer, Chili und Peperoni, aber auch Ingwer, scharfer Senf und Meerrettich.
  • Sehr heiße Speisen und Getränke erhöhen die Temperatur des Blutes und begünstigen so die Entstehung von Flushs.

Tipp: Beobachten Sie Ihre Haut und dokumentieren Sie in einem Ernährungstagebuch, welche Nahrungsmittel Reaktionen hervorrufen. Sind Sie während einer Mahlzeit nicht sicher, welcher Bestandteil genau sich auf Ihre Rosazea auswirkt, können Sie den Verzehr des Gerichts vorerst meiden und die einzelnen Zutaten nach und nach testen.

 

Ernährungsumstellung bei Rosazea

Konnten die schubauslösenden Nahrungsmittel identifiziert und vom Speiseplan ausgeschlossen werden, kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung das Hautbild zusätzlich positiv beeinflussen. Bauen Sie viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sowie Vollkorngetreide in Ihren Ernährungsplan ein. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

 

Inhaltsstoffe für die Rosazea-Hautpflege

Da zu Rosazea neigende Haut meist sehr empfindlich ist, haben die Inhaltsstoffe einer Pflege großen Einfluss auf das Hautbild. Generell sind natürliche Wirkstoffe empfehlenswert, die keine reizenden oder irritierenden Komponenten aufweisen. Wir haben eine kleine Auswahl an Inhaltsstoffen für die Hautpflege bei Rosazea zusammengestellt.

 

Niacinamid

Niacinamid ist ein Vitamin B3-Derivat, das eine vielfältige Wirkung auf die Haut besitzt. Es unterstützt die Funktion der natürlichen Schutzbarriere und regt die körpereigene Produktion von Ceramiden und Kollagen an. Niacinamid wirkt antiinflammatorisch, beruhigt zu Rötungen neigende Haut und bewahrt sie vor Feuchtigkeitsverlust.

 

Retinol

Retinol ist eine Form von Vitamin A und spielt eine große Rolle für den Aufbau der Hautstruktur. Es stimuliert die Hautregeneration, besitzt antiinflammatorische Eigenschaften und trägt zu einer glatten und ebenmäßig wirkenden Haut bei. Dank seiner Vielseitigkeit ist Retinol ein wertvoller Inhaltsstoff für zu Rosazea neigende Haut. Allerdings kann das Vitamin A-Derivat bei empfindlicher Haut Irritationen hervorrufen.

La Roche Posay hat deshalb ein spezielles Retinol-Serum entwickelt, dessen Formel selbst für empfindliche Haut geeignet ist.

 

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein natürlicher und essenzieller Stoff des Körpers, der große Mengen an Wasser speichern kann. Die Haut wird von innen aufgepolstert und intensiv mit Feuchtigkeit versorgt. So trägt Hyaluronsäure dazu bei, empfindliche und trockene Haut geschmeidiger zu pflegen und sie zu glätten. Wie die Haut auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert, ist individuell verschieden. Testen Sie Produkte deshalb zunächst an einer kleinen Hautstelle und beobachten Sie, ob innerhalb der folgenden 24 Stunden Irritationen auftreten.

Welche Produkte eignen sich besonders für die Hautpflege bei Rosazea?

La Roche Posay ist auf die Pflege empfindlicher Haut spezialisiert und bietet mit Rosaliac eine Pflegelinie, die besonders auf die Bedürfnisse von zu Rötungen und Irritationen neigender Haut abgestimmt ist.

Sanfte Reinigung für jeden Tag

Das ROSALIAC Reinigungsgel mit Mizellentechnologie reinigt, beruhigt und erfrischt die Haut. Das weiche Gel eignet sich auch als Make-up-Entferner. Es erfordert kein Abspülen mit Wasser, sondern wird nach dem Auftragen vorsichtig mit einem Wattepad oder Kosmetiktuch abgenommen. Dadurch ist es perfekt für die Anwendung bei empfindlicher Haut, die sensibel auf den Kontakt mit Leitungswasser reagiert.

 

Hautberuhigendes und pflegendes Konzentrat

ROSALIAC AR Intense beruhigt und stärkt geschwächte Haut. Das Konzentrat mit der nicht fettenden Geltextur mildert Rötungen und sorgt für einen ebenmäßigeren Hautton. Die Anti-Rückfall-Formel wirkt einem Wiederauftreten von Rötungen gezielt entgegen.

 

Feuchtigkeitspflege mit UV-Schutz

Eine leichte Tagespflege wie ROSALIAC UV Legere mit Lichtschutzfaktor 15 stärkt empfindliche Haut gegen äußere Einflüsse. Die leichte Emulsion versorgt die Haut Tag für Tag mit Feuchtigkeit, ohne zu fetten. Für trockene Haut eignet sich eine reichhaltigere Gesichtscreme wie ROSALIAC UV Riche. Die pflegende Creme-Textur spendet intensive Feuchtigkeit und schützt vor UV-Strahlung. Darüber Die sanften Feuchtigkeitspflegen mildern Rötungen sowie Hitzeempfindungen.

 

Abdeckende CC-Creme für zu Rötungen neigende Haut

Die ROSALIAC CC Creme ist auch bei empfindlicher Haut besonders verträglich. Die nicht klebende Formulierung mit einer speziellen Konzentration von Pigmenten deckt Unebenheiten und Rötungen natürlich ab.

 

Hautpflege zur Vorbeugung frühzeitiger Hautalterung und Milderung von Falten bei Rosazea

Um zu Rötungen neigende Haut vor der Sonne zu schützen und so lichtbedingter Hautalterung entgegenzuwirken, sollten sanft formulierte Sonnenschutzprodukte ohne Duftstoffe wie ANTHELIOS Hydratisierende Creme LSF 50+ verwendet werden. Darüber hinaus können Anti-Aging-Gesichtspflegeprodukte für empfindliche Haut feine Linien und Falten mildern. Das intensiv feuchtigkeitsspendende HYALU B5 Serum-Konzentrat von La Roche Posay verbessert die Elastizität der Haut, polstert sie auf und wirkt regenerierend. Das RETINOL B3 SERUM ist ein Anti-Falten-Serum mit Retinol und Vitamin B3. Es wirkt korrigierend, verleiht dem Hautbild mehr Glätte und ist auch speziell für empfindliche Haut geeignet.

Auch wenn es sich bei Rosazea um ein chronisches Hautanliegen handelt, können Sie die sichtbaren Anzeichen durch die richtige Hautpflege und eine Vermeidung der Auslöser langfristig mildern. Auf diese Weise kann Ihr Wohlbefinden gestärkt werden und Sie Ihr natürliches Strahlen zurückgewinnen.

Hinweise und Ratschläge: Die Kombination aus sorgfältiger Hautpflege, gesunder Ernährung und der bestmöglichen Vermeidung von Triggern kann die Anzeichen von Rosazea mildern und Schüben vorbeugen. Je nach Ausprägung können darüber hinaus weitere Maßnahmen ergriffen werden. Bei wiederkehrenden oder dauerhaften Anzeichen von Rosazea sollten Sie einen Dermatologen um Rat fragen. Der Arzt kann eine genaue Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung empfehlen. Eine offizielle Leitlinie dafür gibt es bislang zwar nicht, dennoch sind sich viele Hautärzte mittlerweile bei der Herangehensweise einig. So ist etwa der Einsatz von Salben, Cremes und bestimmten Antibiotika ein bewährter Teil der Standardbehandlung. Da die genaue Ursache von Rosazea nicht bekannt ist, sollen die Mittel in erster Linie die Symptome mildern. Auch weitere Therapielösungen, wie eine Laserbehandlung könnten eine Möglichkeit darstellen, sollten jedoch in jedem Fall individuell und in Abstimmung mit einem Hautarzt erfolgen.

1 Mikkelsen et al. Rosazea: a Clinical Review. Dermatol Reports. 2016 Jun 15; 8(1):6387. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5134688/
2 Gether L et al. Incidence and prevalence of rosazea: a systematic review and meta-analysis. Br J Dermatol. 2018; 179:282-289. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/bjd.16481
3 Wang F, Chi C. Rosazea, Germs, and Bowels: A Review on Gastrointestinal Comorbidities and Gut-Skin Axis of Rosazea. Advances in Therapy. 2021; 38:1415-1424. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s12325-021-01624-x
4 Reinholz M et al. Pathogenese und Klinik der Rosazea als Schlüssel für eine symptomorientierte Therapie. JDDG. 2016 Nov; 14(S6):4-16. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.13139_g
5 Mikkelsen et al. Rosazea: a Clinical Review. Dermatol Reports. 2016 Jun 15; 8(1):6387. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5134688/
6 Porrino-Bustamante et al. A Cross-sectional Study of Rosacea and Risk factors in Women with Frontal Fibrosing Alopecia. Acta Derm Venereol. 2019; 99(12):1099-1104. URL: https://www.medicaljournals.se/acta/content/html/10.2340/00015555-3286
7 Rainer B et al. Rosacea is associated with chronic systemic diseases in a skin severity-dependent manner: results of a case-control study. J Am Acad Dermatol. 2015 Oct; 73(4):604-8. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26256428/
8 Jappe U et al. Contact allergy in patients with rosacea: a clinic-based, prospective epidemiological study. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2008 Nov; 22(10):1208-14. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18452530/

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