NEURODERMITIS

Neurodermitis oder atopisches Ekzem ist ein juckender Hautzustand, der besonders bei Babys und Kindern weit verbreitet ist. In der Tat haben zwischen 15 - 20 % der Kinder unter 7 Jahren Ekzeme; ein Wert, der in den letzten 30 Jahren in die Höhe geschossen ist. In 50 % der Fälle ist Neurodermitis bis zu einem Alter von 5 Jahren verschwunden, aber sie kann auch bis ins Jugend- und Erwachsenenalter bestehen.*

*Quelle: CHU Nantes, Abteilung für Krebs und Dermatologische Forschung, Spezialisierung auf Neurodermitis, April 2015

NEURODERMITIS - URSACHEN, SYMPTOME UND DIE RICHTIGE PFLEGE

Was ist Neurodermitis

Wie sieht Neurodermitis aus? 

Wie entsteht Neurodermitis und was sind die Ursachen?

An welchen Stellen tritt Neurodermitis auf?

Neurodermitis in verschiedenen Lebensphase

Behandlung von Neurodermitis 

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Der Fachbegriff für Neurodermitis lautet atopische Dermatitis, atopisches Ekzem oder auch endogenes Ekzem. Neurodermitis kann einen leichten Verlauf mit nur wenigen Symptomen nehmen, es gibt aber auch wechselhafte oder sehr schwere Verläufe. Letztere können mit deutlichen Einschränkungen im Alltag einhergehen. Die Oberhaut des menschlichen Körpers besteht aus der Basalschicht, der Stachelzellschicht und der Hornschicht. Letztere ist der sichtbare Teil der Haut und schützt den Körper vor Krankheitserregern. Die Hornschicht erneuert sich kontinuierlich. Bei Neurodermitis ist die Schutzfunktion der Hornschicht im Ungleichgewicht. Selbiges gilt für das Mikrobiom der Haut. Sie trocknet aus, beginnt zu jucken und wird durchlässig für Bakterien. Diese dringen in die Haut ein und können so Entzündungen hervorrufen. Staphylokokken besiedeln zu Neurodermitis neigende Haut besonders stark.

Was ist eine atopische Erkrankung?

Atopische Erkrankung ist ein Überbegriff, der bestimmte allergische Reaktionen beschreibt. Bei einer Atopie liegt eine genetische Veranlagung zugrunde, durch die der Körper mit einer Überempfindlichkeit auf verschiedene Umweltstoffe reagiert. Diese Umweltstoffe können sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs sein.

Wie sieht Neurodermitis aus?

Die Symptome einer zu Neurodermitis neigenden Haut sind vielfältig. Trockene Haut, gerötete und zum Teil entzündete Stellen, Pusteln, Juckreiz und eine flächenhafte Verdickung der Haut sind typische Symptome einer atopischen Dermatitis.

Juckreiz bei Neurodermitis

Das Hauptsymptom bei Neurodermitis ist Juckreiz. Dieser Juckreiz kann selten, aber auch häufig auftreten. Er kann schwach, aber auch sehr stark ausgeprägt sein. Je mehr Sie die juckende Hautstelle reiben oder kratzen, desto intensiver wird der Juckreiz. In den meisten Fällen entwickeln sich die Anzeichen von Neurodermitis an ein oder zwei Hautstellen. Seltener sind mehrere Hautstellen betroffen. Neurodermitis verläuft zudem in Schüben, die oft unterschiedlich lang und intensiv sind. Auch können mehrere Hautstellen gleichzeitig in verschiedenen Intensitäten betroffen sein. Eine Neurodermitis ohne Juckreiz ist dagegen eher untypisch, auch wenn ansonsten alle anderen Symptome einer atopischen Dermatitis vorliegen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine sogenannte Kontaktdermatitis, die durch Hautkontakt mit einem bestimmten Stoff ausgelöst wird, gegen den eine Unverträglichkeit besteht.

Was hilft gegen Juckreiz bei Neurodermitis?

Menschen mit zu Neurodermitis neigender Haut sollten Wert auf eine gute Basispflege legen. Oberstes Ziel der Hautpflege ist es, den Kreislauf aus Jucken-Kratzen-Jucken zu durchbrechen, damit Entzündungen heilen und die Haut sich regenerieren kann. Um den Juckreiz zu mildern, können diese Tipps hilfreich sein:

• Die Haut mit einem kalten Waschlappen oder einem Kühlpack kühlen
• Feuchtigkeitsspendende und kühlende Cremes und Lotionen auftragen, wie LIPKAR BAUME AP+M Körperbalsam
• Kratzattacken vermeiden: Idealerweise sollte die juckende Haut nicht berührt werden – wenn nicht anders möglich, versuchen Sie, die Haut vorsichtig zu kneifen, zu drücken oder zu klopfen
• Ablenkung in Form von Sport oder anderen Aktivitäten
• Entspannung wie zum Beispiel Yoga oder autogenes Training
• Kurze und saubere Fingernägel, um die Haut vor Kratzern zu schützen
• Lockere Kleidung aus atmungsaktiver Baumwolle tragen
• Eine Juckreiz mildernde Pflege für unterwegs, wie LIPIKAR STICK AP+ M

Aufgekratzte Stellen bei Neurodermitis

Durch die für Neurodermitis typisch juckende Haut und das häufige Kratzen entstehen aufgekratzte und teilweise nässende Hautstellen. Offene Stellen erhöhen das Risiko einer Infektion mit Bakterien. Diese können durch Ihre Hände in die Haut gelangen und dort Entzündungen verursachen.

Neurodermitis und Ausschlag

Neurodermitis geht mit Hautausschlag einher. Die Ausprägung des Ausschlages kann je nach Stadium variieren. Während eines Schubs kommt es zu einem akuten Hautausschlag. In diesem Stadium ist die Haut gerötet und juckt stark. Entzündete Hautstellen neigen zur Bildung von Bläschen, die beim Aufgehen nässen. Nach dieser akuten Phase bessert sich das Hautbild allmählich. Im weiteren Verlauf wird die Haut trocken und pellt sich.

Trockene Haut bei Neurodermitis

Da sich die Hautschutzbarriere bei Neurodermitis im Ungleichgewicht befindet, ist trockene bis sehr trockene Haut ein typisches Symptom. Häufiges Kratzen verändert das Erscheinungsbild von trockener Haut mit der Zeit. Sie wird dicker und kann verhornen, um sich selbst zu schützen. Dieser Prozess ist auch als Lichenifikation bekannt. Die betroffene Haustelle kann dann lederartig aussehen und einen bräunlichen, grauen oder rötlichen Farbton annehmen. Die Haut fühlt sich zudem meist rau und schuppig an.

Was ist der Unterschied zwischen Neurodermitis und Psoriasis?

Das Hauptsymptom bei Neurodermitis ist Juckreiz. Dieser Juckreiz kann selten, aber auch häufig auftreten. Er kann schwach, aber auch sehr stark ausgeprägt sein. Je mehr Sie die juckende Hautstelle reiben oder kratzen, desto intensiver wird der Juckreiz. In den meisten Fällen entwickeln sich die Anzeichen von Neurodermitis an ein oder zwei Hautstellen. Seltener sind mehrere Hautstellen betroffen. Neurodermitis verläuft zudem in Schüben, die oft unterschiedlich lang und intensiv sind. Auch können mehrere Hautstellen gleichzeitig in verschiedenen Intensitäten betroffen sein. Eine Neurodermitis ohne Juckreiz ist dagegen eher untypisch, auch wenn ansonsten alle anderen Symptome einer atopischen Dermatitis vorliegen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine sogenannte Kontaktdermatitis, die durch Hautkontakt mit einem bestimmten Stoff ausgelöst wird, gegen den eine Unverträglichkeit besteht.

Wie entsteht Neurodermitis und was sind die Ursachen?

Die Ursache für Neurodermitis ist nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass manche Menschen ein größeres Risiko haben, eine Neurodermitis zu entwickeln. Die genetische Veranlagung zu trockener Haut und zu Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems spielt als Ursache für das atopische Ekzem eine große Rolle. Unter Berücksichtigung dieses Aspekts besteht unter anderem auch ein Zusammenhang zwischen Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma. Diese Erkrankungen gehören allesamt zum sogenannten atopischen Formenkreis und können sowohl einzeln als auch parallel oder nacheinander auftreten. Es gibt jedoch auch noch andere Provokationsfaktoren, sogenannte Trigger, die die Entstehung einer Neurodermitis und auch ihre Schübe begünstigen können. Dazu gehören:

• Verschiedene Allergene, wie Pollen oder Nahrungsmittel
• Ein unausgewogenes Hautmikrobiom
• Nikotin und Zigarettenrauch
• Umweltschadstoffe, wie beispielsweise Feinstaub
• Falsche oder übermäßige Hautreinigung
• Klima und Jahreszeit, dazu gehören auch Kälte, Hitze und Schwitzen
• Enge Kleidung, besonders Wolle, Polyester oder Viskose

Stressbedingte Neurodermitis

Stress, Depressionen und Angstzustände können zu Neurodermitis neigende Haut begünstigen. Auch wenn Sie von Ihrem Hautarzt eine medikamentöse Behandlung für Neurodermitis verordnet bekommen haben, können Stressfaktoren dennoch einen Schub auslösen.

Ernährung bei Neurodermitis

Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Erscheinungsbild einer atopischen Dermatitis. Bestimmte Nahrungsmittel können die Anzeichen von Neurodermitis verstärken. Welche Nahrungsmittel das sind, ist individuell verschieden. Generell gibt es jedoch Lebensmittel, die dafür bekannt sind, die Symptome von Neurodermitis zu verstärken. Dazu gehören:

• Weizenprodukte
• Kuhmilchprodukte
• Hühnereier
• Nüsse
• Alkohol und Kaffee
• Schwarzer Tee
• Verschiedene Arten von Fisch und Fleisch
• Zitrusfrüchte

Auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten können unverträglich sein. Fertigprodukte können durch zugesetzte Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker ebenfalls Neurodermitis-Schübe begünstigen. Wenn Sie feststellen, dass sie bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen, achten Sie besonders auf eine ausgewogene Ernährung, damit keine einseitige oder Mangelernährung entsteht. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere die von Hanfsamenöl, können einen positiven Einfluss auf Hautrockenheit und Juckreiz haben.

EXPERTEN-ZITAT

„Die Ernährung hat Einfluss auf Neurodermitis und Ekzem Schübe. Das hat verschiedene Ursachen. Neben Allergien gibt es auch sogenannte Pseudoallergien. Entscheidender Faktor ist ein Eiweißstoff im Körper, das Histamin. Das Histamin schütten wir z.B. schlagartig vermehrt aus, wenn wir mit einem Allergieauslöser in Kontakt kommen, aber Histamin ist auch in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Wenn wir diese zu uns nehmen, haben wir ähnliche Symptome wie bei Allergien. Es kommt zu Hautrötungen oder zu Ekzemen, die man über die Nahrung beeinflussen kann.“

-Dr. Richard Travnik

Dr. Travnik

An welchen Körperstellen tritt Neurodermitis auf?

Neurodermitis tritt an verschiedenen Körperstellen auf. Wir zeigen die häufigsten Hautstellen, auf denen Neurodermitis auftreten kann.

Was hilft gegen Neurodermitis im Gesicht?

Das Gesicht ist eine häufig von Neurodermitis betroffene Körperregion. Es wird in der Regel nicht von Kleidung bedeckt und ist somit Umwelteinflüssen wie Pollen, Feinstaub oder auch Kälte und Wind ungeschützt ausgesetzt. Die Gesichtshaut ist zudem sehr sensibel und benötigt deshalb spezielle Pflege, die für zu Neurodermitis neigende Haut geeignet ist. Während eines Schubs ist es zudem ratsam, auf Make-up zu verzichten.

Neurodermitis an den Augen

Neurodermitis steht in Verbindung mit nichtinfektiöser Bindehautentzündung. Diese kann durch Pollen ausgelöst oder verstärkt werden. So bilden sich besonders während der Heuschnupfen-Saison juckende, allergische Ekzeme. Meist treten an den Augenlidern oder zwischen den Augenbrauen auf.

Neurodermitis an Hals und Nacken

Anzeichen von Neurodermitis am Hals und am Nacken sind ebenfalls keine Seltenheit. Die empfindliche Haut wird durch das Scheuern der Kleidung oft stark gereizt. Rollkragenpullover, Hemden mit Kragen oder auch Schals und Halstücher können die Haut sehr beanspruchen. Das gilt umso mehr, wenn das Kleidungsstück aus Wolle hergestellt ist. Achten Sie bei Neurodermitis am Körper deswegen auf hautverträgliche Materialien.

Neurodermitis an Armen und Beinen

Neurodermitis an Armen, Ellenbogen, Kniekehlen und Beinen tritt besonders bei Säuglingen auf. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt sich eine Neurodermitis oft auch an den Füßen und äußert sich dort meist durch sehr trockene und gerötete, teilweise auch schuppige Stellen an den Zehenspitzen oder zwischen den Zehen. An den Fußsohlen und Fußrändern kann sich die Hornhaut besonders stark ausbilden und die Haut neigt dazu, schmerzhaft einzureißen. Eine spezielle Creme zur Fußpflege beruhigt die beanspruchte Haut. In schweren Fällen kann Neurodermitis am ganzen Körper auftreten.

Was tun bei Neurodermitis auf der Kopfhaut?

Bei Neurodermitis ist oft auch die Kopfhaut besonders beansprucht. Sie kann jucken, spannen und schuppen. Durch vermehrtes Kratzen kommt es oft auch zu nässenden Stellen. Ekzeme können auch beim Kämmen problematisch und unangenehm sein. Verwenden Sie deshalb ein Shampoo, das auf die Bedürfnisse trockener, schuppender und juckender Kopfhaut abgestimmt ist. Waschen Sie Ihre Haare mit warmem, nicht zu heißem Wasser und lassen Sie sie nach Möglichkeit an der Luft trocknen.

Hat mein Baby / Kind Neurodermitis ? - Symptome, Ursachen & Cremen

Neurodermitis in verschiedenen Lebensphasen

Neurodermitis bei Babys

 

Eine Neurodermitis beginnt oft bereits während des zweiten oder dritten Lebensmonats. Bei Babys äußern sich die Anzeichen vor allem an den Wangen, auf der Kopfhaut und an den Außenseiten der Arme und Beine. Die Bildung von sogenanntem Milchschorf kann ein erstes Symptom eines atopischen Ekzems sein. Allerdings bedeutet Milchschorf allein nicht automatisch, dass das Kind im weiteren Verlauf auch tatsächlich eine Neurodermitis entwickelt. Ist die Haut jedoch gerötet und weist die Haut des Babys nässende Stellen und schuppige Krusten auf, können dies Anzeichen von Neurodermitis sein. Die Haut Ihres Babys reinigen Sie am besten mit Seifenersatzmitteln, sogenannten Syndets, die speziell auf zu Neurodermitis neigende Haut abgestimmt sind. Cremen Sie die Haut zudem täglich sorgfältig ein. Mehr über Ekzeme bei Babys und Kleinkindern erfahren Sie hier.

Neurodermitis bei Kindern

Im Kindergarten- und Schulalter verschieben sich die Hauterscheinungen der Neurodermitis. Die Anzeichen für Ekzeme treten dann vor allem an Kniekehlen, Armbeugen und Handgelenken auf. Es wird deshalb auch vom sogenannten Beugenekzem gesprochen. Diese Stellen neigen vermehrt zur Lichenifikation, also der flächenhaften Verdickung der Haut. Dazu kommt oft starker Juckreiz. Die juckenden Stellen werden oft aufgekratzt und entzünden sich. Bei Kindern tritt zudem häufig das sogenannte Leckekzem auf. Die Lippen sind bei Neurodermitis besonders trocken, sodass das Kind sie häufig leckt und befeuchtet. Dies kann die sensible Haut der Lippen zusätzlich beanspruchen, zu Rötungen und im weiteren Verlauf zu Entzündungen führen. Bei Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren sind Rötungen und schuppige Knötchen charakteristisch für Neurodermitis. Andere Bereiche des Körpers können ebenfalls betroffen sein, die Haut ist insgesamt sehr trocken. Die meisten Ekzeme heilen bis zur Pubertät ab, können jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen. Achten Sie bei Ihrem Kind auf eine konsequente, tägliche Hautpflege mit Produkten, die auf zu Neurodermitis neigende Haut abgestimmt sind. Das gilt sowohl im normalen Alltag als auch beim Sport und sogar in beschwerdefreien Zeiten. Mit dem LIPIKAR STICK AP+ können Sie den Juckreiz am ganzen Körper jederzeit und überall mildern. Das handliche Format ist ideal für Kinder. Wann immer ein Juckreiz verspürt wird, einfach mit dem Stick über den Bereich streichen. Die Formel mit Aqua Posae Filiformis, Niacinamid und Sheabutter mildert den Juckreizt sofort und beruhigt die Haut. Er kann am ganzen Körper sowie im Gesicht angewendet werden.

Neurodermitis im Alter

Bei Jugendlichen und Erwachsenen zeigen sich Anzeichen von Neurodermitis meist an Armbeugen und Kniekehlen sowie im Gesicht, am Hals und am Schultergürtel. Auch an den Händen tritt das atopische Ekzem vermehrt auf. Besonders im mittleren Alter äußert sich Neurodermitis durch kleine, stark juckende Knötchen. Hautekzeme, die zum ersten Mal im Alter auftreten, haben meist andere Ursachen als eine Neurodermitis, die sich im Kindesalter entwickelt. Experten vermuten, dass bei dieser Art von Ekzem in vielen Fällen eine Verbindung zu Umwelteinflüssen, wie etwa Luftverschmutzung, besteht. Das gilt besonders bei Menschen, die keine genetische Veranlagung zu atopischen Erkrankungen besitzen. Es scheint sich also in diesem Fall um ein ganz eigenes Krankheitsbild zu handeln, das nichts mit Neurodermitis zu tun hat.

Neurodermitis in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft bedeutet eine hormonelle Umstellung. Diese Umstellung kann das Immunsystem beeinflussen und bei Frauen mit einer atopischen Anfälligkeit die Anzeichen von Neurodermitis begünstigen oder verstärken. Die Symptome treten besonders während des zweiten und dritten Trimesters auf. Neurodermitis ist auch in der Schwangerschaft nicht ansteckend, allerdings können manche Komplikationen etwas häufiger auftreten als bei schwangeren Frauen ohne Neurodermitis. Eine dänische Studie mit schwangeren Frauen mit atopischem Ekzem ergab ein leicht erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Blasensprung. Es wird ein Zusammenhang mit der nicht intakten Hautschutzbarriere vermutet. Die Studie zeigte jedoch auch, dass Schwangere mit Neurodermitis weniger oft eine Schwangerschaftsdiabetes entwickelten.

EXPERTEN-ZITAT

„Neurodermitis ist zwar eine stark juckende, chronische Erkrankung. Allerdings verringern sich Ekzeme, die bei Säuglingen auftreten bis zum zweiten Lebensjahr deutlich.“

-Dr. Richard Travnik

Dr. Travnik

Behandlung von Neurodermitis

Was hilft bei Neurodermitis?

Für Neurodermitis gibt es keine Heilung im eigentlichen Sinne. Oft bilden sich die Symptome bis zum frühen Erwachsenenalter zurück. Es ist jedoch möglich, Juckreiz und weitere Anzeichen von Neurodermitis zu mildern und die Abstände zwischen den Schüben zu verlängern. Sie können diesen Prozess aktiv unterstützen, indem Sie:

• mögliche Provokationsfaktoren vermeiden
• Spezielle Produkte für zu Neurodermitis neigende Haut verwenden
• eine konsequente Hautpflege betreiben, auch in beschwerdefreien/schubfreien Zeiten
• Stress reduzieren
• Temperaturschwankungen sowie Kälte und Hitze meiden
• Kontrolltermine beim Hautarzt regelmäßig wahrnehmen
Der Hautarzt berät Sie zudem ausführlich über eine eventuelle medikamentöse Therapie, wie etwa mit Kortison, oder über Begleittherapien wie eine Lichttherapie oder eine Klimatherapie.

Hautpflege bei Neurodermitis

Selbst klares Wasser entzieht der Haut bei der Reinigung Fett und Feuchtigkeit. Dasselbe gilt auch für herkömmliche Reinigungsprodukte. Der natürliche pH-Wert der Haut sollte wenn möglich nicht oder nur sehr geringfügig von den in Reinigungsprodukten enthaltenen waschaktiven Substanzen und dem produkteigenen pH-Wert beeinflusst werden. Ideal sind pH-hautneutrale, rückfettende Produkte speziell für trockene und zu Neurodermitis neigende Haut. Sie besitzen in der Regel seifenfreie, rückfettende und hautberuhigende Formeln. • Für eine langfristige Verbesserung des Hautbildes sollten Sie den gesamten Körper mindestens einmal täglich eincremen. Der LIPIKAR BAUME AP+ M Körperbalsam beruhigt die Haut sofort und mildert Juckreiz. Die Formel mit Sheabutter pflegt trockene, zu Ekzem neigende Haut intensiv und langanhaltend. • Achten Sie darauf, Cremes und Salben nur mit sauberen Fingern aufzutragen. Tuben mit kleiner Öffnung sind besser geeignet als Tiegel oder Dosen, denn so entsteht weniger Raum für Bakterien und Keime. • Duschen ist besser als Baden. Duschen Sie idealerweise nicht länger als zehn Minuten und nicht zu heiß. • Verwenden Sie keinen Waschlappen oder Schwamm, denn die Reibung beansprucht die Haut zusätzlich. Anschließend nicht trockenrubbeln oder reiben, sondern das Wasser vorsichtig mit einem weichen Handtuch abtupfen.

Welche Creme bei Neurodermitis?

Mit der richtigen Hautpflege können Sie die Behandlung von Neurodermitis unterstützen. Die geeigneten Pflegeprodukte sind abhängig vom aktuellen Hautbild und der jeweiligen Körperregion.

• Eine reichhaltige Creme für zu Neurodermitis neigende Haut pflegt sehr trockene, schuppige und verhornte Haut.
• Um Schüben entgegenzuwirken und zur Anwendung im Sommer eignen sich weniger reichhaltige Formeln, die hautberuhigend wirken und Feuchtigkeit spenden.
• Nässende Hautstellen versorgen Sie am besten mit Öl-in-Wasser-Emulsionen.
• Bei akuten Schüben kann eine rezeptpflichtige Creme hilfreich sein. Besprechen Sie eine medikamentöse Behandlung immer mit Ihrem Arzt und informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile von z.B. Kortison-Cremes.

Die Pflegeprodukte sollten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe wie bestimmte Duftstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten und zudem dermatologisch auf Hautverträglichkeit geprüft sein. Pflanzliche Wirkstoffe mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und juckreizlindernden Eigenschaften eignen sich für die Neurodermitis Basispflege besonders gut. Die LIPIKAR Hautpflege von La Roche Posay wurde speziell für atopische, zu Ekzem neigende Haut entwickelt. Die milden Formeln mit Thermalwasser sind sehr gut verträglich, beruhigen die Haut und fördern ein ausgewogenes Hautmikrobiom.Hier erfahren Sie mehr über LIPIKAR.

Neurodermitis und Sonnenpflege

Zu Neurodermitis neigende Haut ist besonders sonnenempfindlich. Da sich die Hautbarriere im Ungleichgewicht befindet, gelangen UV-Strahlen leichter in die tieferen Hautschichten. Dies erhöht das Risiko für Sonnenbrand und Anzeichen vorzeitiger Hautalterung sowie für Zellschäden. Zudem kann die belastende UV-Strahlung Schübe begünstigen. Sie sollten daher auf einen zuverlässigen und hochwirksamen Sonnenschutz achten. Genau wie bei anderen Pflegeprodukten ist es auch bei Ihrer Sonnenpflege wichtig, dass sie keine Duft- und Konservierungsstoffe enthält. Eine geeignete Sonnencreme bei Neurodermitis besitzt neben einem hohen Lichtschutzfaktor idealerweise eine leichte Textur und eine feuchtigkeitsspendende Formel, die schnell einzieht und nicht auf der Haut klebt.

Neurodermitis an den Händen

Die Hände werden im Alltag besonders stark beansprucht. Häufiges Händewaschen oder andere hautbelastende Tätigkeiten können die Haut zusätzlich austrocknen und so Juckreiz begünstigen. Denken Sie deswegen bei der Körperpflege auch an Ihre Hände. Die Handcreme LIPIKAR XERAND wirkt regenerierend und pflegt sehr trockene, empfindliche Hände geschmeidig. Die Formel mit Sheabutter und Thermalwasser fördert ein ausgewogenes Mikrobiom, stärkt die Hautschutzbarriere und schützt sie vor äußeren Reizfaktoren.

Welches Duschgel bei Neurodermitis?

Die Produkte zur Hautreinigung bei Neurodermitis sollten speziell auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt sein. Ein rückfettendes Reinigungs-Öl eignet sich besonders zum Duschen und Baden während Phasen mit sehr trockener Haut. Das LIPIKAR DUSCH- UND BADEÖL AP+ mit Niacinamid, Sheabutter und Aqua Posae Filiformis reinigt die Haut sanft, spendet Feuchtigkeit und mildert Hautreizungen und Juckreiz. Es ist besonders mild und eignet sich daher optimal für die ganze Familie. Auch die Dusch-Creme LIPIKAR SYNDET AP+ reinigt empfindlich trockene, zu Ekzem neigende Haut schonend. Die reichhaltige Körperreinigung ist auch für Neugeborene geeignet und mildert Juckreiz sowie extreme Trockenheit. Die Formel von LIPIKAR Syndet AP+ ist reich an Sheabutter, Niacinamiden und Aqua Posae Filiformis und beruhigt die Haut ab der ersten Dusche.


Was verbirgt sich hinter Niacinamid und Aqua Posae Filiformis? Niacinamid ist eine Form von Vitamin B3. Der chemische Name für Vitamin B3 lautet Niacin. Niacinamid hat eine etwas andere chemische Strukturformel als Niacin. Es besitzt antioxidative Eigenschaften, spendet Feuchtigkeit, mildert den Juckreiz und stellt die Lipidbarriere der Haut wieder her. Bei Aqua Posae Filiformis handelt es sich um einen exklusiven und patentierten Inhaltsstoff, der die Ursachen sehr trockener Haut mildert und das Gleichgewicht der Haut wiederherstellt. Der Inhaltsstoff fördert ein ausgewogenes Hautmikrobiom und mildert Schübe starker Trockenheit.

Gesichtscreme bei Neurodermitis

Eine Gesichtscreme für zu Neurodermitis neigende Haut soll die Haut beruhigen, den Juckreiz lindern und die Schutzbarriere der Haut verbessern. LIPIKAR BAUME AP+ M ist ein Balsam für den ganzen Körper, der dazu beitragen kann. Er bringt das Mikrobiom, also die unsichtbare und natürliche Hautflora, ins Gleichgewicht und mildert gleichzeitig die Vermehrung und Ausbreitung von Staphylokokken. Bei täglicher Anwendung können auf diese Weise die Abstände zwischen den Schüben effektiv vergrößert werden. Der Balsam eignet sich für das Gesicht und den Körper. Das Erscheinungsbild von Neurodermitis ist sehr komplex und erfordert besondere Aufmerksamkeit. Ein ganzheitliches Konzept, das eventuelle Auslöser berücksichtigt und eine geeignete Hautpflege beinhaltet, kann die Symptome von Neurodermitis mildern und so die Lebensqualität entscheidend verbessern.


1Kroth et al.: Neurodermitis, Atopic Dermatitis, 2010. URL: https://www.online-zfa.com/fileadmin/user_upload/Heftarchiv/ZFA/article/2010/10/A58C3C9A-87F7-4AE0-ABFE-493D37C18F8C/A58C3C9A87F74AE0ABFE493D37C18F8C_oa_kroth_1_original.pdf
2Reiger, Dr Matthias, Jossé, S. : Neurodermitis, Hautbarriere: Aktuelle Erkenntnisse der Mikrobiomforschung, https://www.mein-allergie-portal.com/neurodermitis/1933-neurodermitis-hautbarriere-aktuelle-erkenntnisse-der-mikrobiomforschung.html (footer text above header)
3Boyce et al.: Advances in mechanisms of asthma, allergy, and immunology in 2008. URL: https://www.jacionline.org/article/S0091-6749(09)00159-6/fulltext
4Reynolds K. A. et al. The role of oral vitamins and supplements in the management of atopic dermatitis: a systematic review. International Journal of Dermatology 2019. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ijd.14404
5Traffic-related air pollution and eczema in the elderly: Findings from the SALIA cohort. Int J Hyg Environ Health. 2018; 221 (6):861-7 URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S143846391830021X?via=ihub
6Hamann et al.: Pregnancy complications, treatment characteristics and birth outcomes in women with atopic dermatitis in Denmark, 2018. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/jdv.15256

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Erfahren Sie mehr

Quelle: Eine Studie zur Beeinträchtigung der Lebensqualität bei Kindern mit Hauterkrankungen und Kindern mit anderen chronischen Erkrankungen. P.E. Beattie* and M.S. Lewis-Jones. Abteilung für Dermatologie, Ninewells Hospital, Dundee DD1 9SY, U.K.*Royal Hospital for Sick Children, Yorkhill, Glasgow, U.K.