Was passiert mit der Haut, wenn wir kratzen?
Kratzen kann trockene und zu Neurodermitis neigende Haut zusätzlich reizen und den Entzündungsprozess verschlimmern. Wenn du kratzt, können Mikroverletzungen der Haut auftreten, die zu einer (weiteren) Schwächung der Hautschutzbarriere führen können. Dadurch können Bakterien, Schmutz und andere irritierende Stoffe leichter in die Haut eindringen, was Infektionen und weitere Symptome begünstigt.
Das Kratzen kann auch zu einer Verdickung der Haut führen, da sich die Haut in Reaktion auf den Juckreiz verdichtet und verhärtet. Dies kann zu noch stärkerem Juckreiz und einer Verschlimmerung der Entzündung führen, was zu einem Teufelskreis von Juckreiz, Kratzen und Entzündung führen kann. Je mehr man also kratzt, desto stärker juckt die Haut bei Neurodermitis und das Ekzem kann sich verschlimmern. Man spricht deswegen auch vom "Juck-Kratz-Kreislauf bei Neurodermitis".
Deswegen ist es wichtig, dass du versuchst, das Kratzen trotz Juckreiz bei Neurodermitis so gut wie möglich zu vermeiden, um die Haut zu schützen und den Regenerationsprozess nicht zu stören.
Was hilft gegen Juckreiz bei Neurodermitis?
Wenn du zu Neurodermitis neigst, kennst du sicherlich das unangenehme Gefühl von Juckreiz. Doch Kratzen kann den Juckreiz nur vorübergehend mildern und langfristig sogar den Hautzustand verschlimmern. Was kannst du also anstelle dessen tun? Es gibt bestimmte Produkte und Tipps, die dir helfen können, wenn die Haut bei Neurodermitis juckt. Auch für Kinder gibt es spezielle Pflegeprodukte, die sanft zur empfindlichen Haut sind und dennoch effektiv gegen Juckreiz bei Neurodermitis wirken.
Tipp 1: Creme gegen Juckreiz bei Neurodermitis
Du kannst den Juckreiz bei Neurodermitis mildern, indem du immer eine beruhigende Anti-Juckreiz-Pflege bei dir hast. Die Anti-Juckreiz-Pflege LIPIKAR Eczema Med mildert schnell Ekzem-Symptome wie Reizungen und Trockenheit bei Neurodermitis. Mit Endobioma unterstützt sie das Gleichgewicht des Hautmikrobioms, während Glycerin intensiv Feuchtigkeit spendet.
Tipp 2: Kühle die juckende Stelle
Eine kurzfristige Lösung, um einen akuten Juckreiz bei Neurodermitis zu kontrollieren, ist es, die Hautpartie zu kühlen. Kühlende Kompressen können bei zu Neurodermitis neigender Haut helfen, den Juckreiz zu mildern und die Entzündung zu reduzieren. Die Kälte kann den Juckreiz bei einem Neurodermitis-Schub mildern und die Reaktionen der Nerven zu hemmen. Befeuchte ein sauberes Tuch mit kaltem Wasser und lege es vorsichtig für 10-15 Minuten auf die betroffenen Hautstellen. Alternativ kannst du auch kühlende Gele oder Lotionen verwenden, die für atopische Haut entwickelt wurden.
Tipp 3: Verwende eine beruhigende Pflege
Eine gute Basis-Hautpflege mit beruhigenden Produkten ist bei trockener und zu Ekzem neigender Haut essenziell, um die Hautschutzbarriere und das Mikrobiom der Haut zu stärken, die Feuchtigkeit in der Haut zu halten und so das Erscheinungsbild von atopischer Dermatitis zu mildern. Durch regelmäßiges Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Produkten wird die Haut mit wichtigen Lipiden versorgt und einer Austrocknung wird vorgebeugt.
Tipp 4: Ablenkung – beschäftige die Hände
Bei juckender, trockener Haut ist es oftmals nicht einfach, an etwas anderes zu denken. Und je mehr man daran denkt, desto mehr Raum nimmt es in den Gedanken ein. Finde einen Weg, dich oder dein Kind abzulenken. Hände lieben es, beschäftigt zu sein. Gib ihnen also etwas zu tun! Scheinbar einfache Dinge wie ein Spiel mit Freunden, Basteln, Malen oder Puzzeln können helfen, nicht mehr an den Juckreiz zu denken. Wenn du deine Hände beschäftigst und dich auf etwas anderes fokussierst, gelingt es oft, den Juckreiz bei Neurodermitis zumindest für einen Moment zu vergessen.
Tipp 5: Achtsamkeit und Entspannung
Ein gesunder Lebensstil und das Vermeiden von Stress können sich ebenfalls positiv auf den Hautzustand auswirken. Baue regelmäßig Pausen in deinen Alltag oder den Alltag deines Kindes ein. Es fällt dir schwer, dich zu entspannen? Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
Creme, Salbe, Spray & Co: Mit welcher Pflege lässt sich Juckreiz mildern bei Neurodermitis?
Eine beruhigende Pflege kann bei einer Neurodermitis Linderung gegen den Juckreiz verschaffen. Greife dafür am besten zu einer Creme, die speziell für zu Neurodermitis neigende und trockene Haut geeignet sind und beruhigende Wirkstoffe wie Thermalwasser enthalten. Um die Haut nicht unnötig zu strapazieren, solltest du bereits bei der Körperreinigung auf reizmildernde Produkte setzen:
- Rückfettende Reinigungsprodukte: Das LIPIKAR Dusch- und Badeöl AP+ reinigt sehr trockene Haut sanft und spendet bereits während dem Duschen oder Baden Feuchtigkeit. Die rückfettende Formel mit Niacinamid und Sheabutter mildert Hautreizungen und eignet sich für die ganze Familie.
- Hautberuhigende Creme gegen den Juckreiz bei Neurodermitis: Die Haut sollte stets hydriert sein. Deswegen ist eine gute Feuchtigkeitspflege unerlässlich. Der LIPIKAR BAUME AP+ M Körperbalsam eignet sich für zu Allergie neigende Haut, wirkt intensiv beruhigend und mildert Juckreiz. Die Formel mit Sheabutter, Niacinamid, Thermalwasser und AP+M Technologie regeneriert zudem die Hautschutzbarriere und fördert ein ausgewogenes Hautmikrobiom.
- Thermalwasserspray: Um die Haut zwischendurch zu erfrischen und zu beruhigen, kann ein kühlendes Thermalwasserspray benutzt werden.
- Medizinische Pflegeprodukte: Bei sehr ausgeprägten Anzeichen kann eine rezeptpflichtige Creme oder Salbe hilfreich sein.
Welche Hausmittel können den Juckreiz bei Neurodermitis stoppen?
Einige Betroffene setzen bei Juckreiz durch Neurodermitis auf alternative Methoden wie Homöopathie und Globuli, die beruhigend wirken sollen. Auch auf Schüßler-Salze vertrauen einige Menschen, die eine regulierende Wirkung auf den Juckreiz haben können. Auch natürliche Hausmittel wie kühle Umschläge, Hand- oder Fußbäder mit Haferflocken oder ein sanft aufgetragenes Aloe-Vera-Gel können die Haut beruhigen. Kokosöl oder Olivenöl spenden zusätzlich Feuchtigkeit und unterstützen die Haut dabei, geschmeidig zu bleiben.
Was sollte man bei trockener, juckender Haut vermeiden?
Es gibt also einige Tipps, mit denen du aktiv für ein besseres Hautgefühl sorgen kannst, damit die Haut bei Neurodermitis nicht mehr juckt. Gleichzeitig gilt es, die Haut nicht weiter zu strapazieren.
Folgende Faktoren können Juckreiz bei Neurodermitis begünstigen und sollten deswegen lieber gemieden werden:
- Starkes Kratzen: Obwohl der Juckreiz schwer zu ertragen sein kann, solltest du das Kratzen so gut wie möglich unterlassen, da dies zu zusätzlicher Hautreizung und Entzündung führen kann.
- Heißes Wasser: Vermeide heißes Wasser bei Duschen oder Bädern, da dies die Haut austrocknen und den Juckreiz verstärken kann. Halte dich stattdessen an kurze, lauwarme Bäder oder Duschen.
- Reibende Kleidung: Achte darauf, Kleidung aus natürlichen, weichen Materialien zu tragen, die nicht zu eng anliegen, um die Haut nicht weiter zu reizen.
- Irritierende Substanzen: Vermeide potenziell reizende Substanzen wie stark parfümierte Produkte, aggressive Reinigungsmittel oder chemische Substanzen, die deine Haut irritieren könnten.
- Übermäßige Sonneneinstrahlung: Setze deine Haut nicht übermäßiger Sonneneinstrahlung aus, da dies die Symptome verschlimmern kann. Verwende bei Bedarf einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Die ANTHELIOS KA+ MED Medizinische Sonnencreme bietet einen sehr hohen Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlen und hilft, sonnenbedingte DNA-Schäden zu verhindern. Mit Niacinamid und Panthenol unterstützt sie zudem die Hautschutzbarriere und beruhigt gereizte Stellen.
Fazit: Neurodermitis: was hilft wirklich gegen den Juckreiz?
Fest steht: Das Kratzen bei Neurodermitis kann zu einer Verschlimmerung der Symptome führen und die Haut weiter reizen und Mikroverletzungen können die Hautschutzbarriere schädigen. Um das Kratzen zu vermeiden, können verschiedene Maßnahmen, wie kühlende Kompressen, feuchtigkeitsspendende Cremes gegen das Jucken bei Neurodermitis, Stressbewältigungstechniken und Ablenkung hilfreich sein. Außerdem sollten bestimmte Faktoren und unnötige Reizungen vermieden werden. Eine gute Basis-Hautpflege legt dabei die Grundlage für ein angenehmeres Hautgefühl. Es ist deswegen wichtig, eine individuelle Pflegeroutine zu entwickeln und bei anhaltenden Symptomen mit einem Dermatologen über weitere Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen
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Aktualisiert am 11.03.2026
