ALLERGISCHE HAUT

Allergische Haut reagiert sehr stark auf die Elemente in unserer Umgebung namens Allergene. Allergene können überall vorkommen: Pollen in der Luft, Lebensmittelallergien, Medikamente, Reinigungsprodukte, Kosmetik ... und das sind nur einige Beispiele.

ALLERGISCHE HAUT: URSACHEN UND SYMPTOME ERKENNEN UND DIE HAUT RICHTIG PFLEGEN 

Was ist eine Hautallergie?

Die Ursachen von Allergien und allergischer Haut

Was tun bei allergischer Reaktion auf der Haut?

Welche Lebensmittel lösen Hautallergien aus?

Sonnenallergie: Die Sonne als Allergieauslöser

Welche Produkte eignen sich für zu Allergien neigende Haut?

Von Juckreiz und Rötungen bis hin zu Pusteln und Quaddeln: Viele Menschen kennen diese Reaktionen der Haut auf bestimmte Stoffe und Substanzen der Umwelt. Der richtige Umgang mit Allergenen kann die Symptome allergischer Hautreaktionen mildern und Ihnen den Alltag erleichtern. Hierzu ist es wichtig, dass Sie die Ursachen für die verschiedenen Allergien kennen, unterschiedliche Symptome richtig deuten und wissen, wie Sie allergische Haut am besten pflegen.

 

Was ist eine Hautallergie?


Allergien sind keine Seltenheit: Fast 20 % aller Erwachsenen in Deutschland haben zumindest eine Allergie.[1] Unter dem geläufigen Begriff versteht man die Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen. Eine Allergie entwickelt sich grundsätzlich in zwei Phasen. Zunächst stuft der Körper bestimmte Stoffe, auch Allergene genannt, als gefährlich ein und bildet daher Abwehrstoffe – das sogenannte Histamin. Nach dieser Sensibilisierungsphase reichen in den meisten Fällen schon kleinste Mengen des jeweiligen Allergens, um bei einem erneuten Kontakt eine Abwehrreaktion und somit die typischen Allergie-Symptome auszulösen.

Häufig zeigt sich eine Allergie auch auf der Haut. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ein Kontaktekzem: Kommt die Haut mit einem Allergen in direkten Kontakt, reagiert sie mit entsprechenden Symptomen. Neben dieser sogenannten Kontaktallergie gibt es noch weitere Allergien, die verschiedene Hautreaktionen hervorrufen können, wie etwa eine Sonnenallergie oder eine Lebensmittelallergie. Letztere wird oft mit einer Intoleranz gegen bestimmte Nahrungsmittel verwechselt. Im Gegensatz zu einer Allergie ist das Immunsystem bei einer Intoleranz jedoch nicht beteiligt.

Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Hautirritationen ist es in jedem Fall ratsam, einen Arzt zu konsultieren und eine Diagnose stellen zu lassen.

RICHTIG
ODER FALSCH

OBST UND GEMÜSE
LÖSEN KEINE ALLERGIEN AUS.

FALSCH

Manche Obst- und Gemüsesorten enthalten hohe Mengen an Salicylaten. Salicylate sind Salze, die mit Aspirin verwandt sind. Salicylat kann bei Personen, die darauf empfindlich reagieren, allergische Symptome hervorrufen. Dazu zählen Heuschnupfen, Asthma, atopische Ekzeme oder Rötungen.
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NICHT ZU DUSCHEN IST DIE BESTE EMPFEHLUNG FÜR ALLERGISCHE HAUT.

FALSCH

Wenn Sie Ihre Haut am Ende des Tages nicht reinigen, bleibt sie die ganze Nacht über mit Allergenen und Reizstoffen wie Pollen und Schadstoffe in Kontakt. Sie können die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigen und Reizungen verursachen.
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ALKOHOL KANN
IHRE ALLERGIEN VERSTÄRKEN.

RICHTIG

Alkohol kann potenziell allergische Hautreaktionen auslösen. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Alkohol jede allergische Reaktion verstärken kann. Dies geschieht beispielsweise bei Asthma, allergischer Rhinitis oder verschiedenen Arten von Hautreizungen. Dies ist teilweise auf die in diesen alkoholischen Getränken enthaltenen Histamin- und Sulfitmoleküle zurückzuführen.
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SELBSTGEMACHTE HAUTPFLEGE IST
FÜR EMPFINDLICHE HAUT VERBOTEN.

RICHTIG

So viel Spaß es auch machen mag, Ihre Küchenschränke zu plündern und Ihre ganz persönliche Hautpflege zusammenzubrauen: Bei Allergikern ist das ein Patentrezept für allergische Reaktionen. Viele der natürlichen Inhaltsstoffe können nämlich sehr hautreizend sein.
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Symptome einer allergischen Reaktion auf der Haut

Eine allergische Hautreaktion kann vielfältig sein. Das häufigste Symptom ist in der Regel starker Juckreiz, aber auch Rötungen, Schwellungen und Quaddeln bis hin zu nässenden Hautstellen sind möglich. Nesselsucht kann ebenfalls durch Allergene ausgelöst werden. Mit einer beruhigenden und schützenden Pflege können Sie die Symptome einer Hautallergie mildern und die Haut bei der Regeneration unterstützen. Mehr über allergische Anzeichen auf der Haut erfahren Sie hier.


Was ist Nesselsucht?

Die Nesselsucht erhielt ihren Namen durch die lateinische Bezeichnung „Urtica“ – was übersetzt „Brennnessel“ bedeutet. Bei einer Nesselsucht tritt ein Hautausschlag auf, der dem bei einem Kontakt mit Brennnesseln ähnelt. Der Ausschlag juckt stark und wird meist von Quaddel-Bildung begleitet. Die rosafarbenen bis roten Quaddeln sind zunächst oft klein, können aber größer werden und wandern. Neben Allergien sind häufig auch Autoimmunkrankheiten, Infekte oder gar Infektionen mit Parasiten ein Auslöser der Nesselsucht.


Juckende Haut bei einer Allergie

Bei Allergien beschränkt sich der Juckreiz meist auf bestimmte Hautstellen und geht oft mit Hautveränderungen einher. Juckreiz ist besonders typisch bei direktem Hautkontakt mit einem allergieauslösenden Stoff, wie zum Beispiel Nickel, Latex oder bestimmten Inhaltsstoffen in Kosmetika und Reinigungsmitteln. Versuchen Sie, das Kratzen zum Schutz der Haut zu vermeiden. Tragen Sie stattdessen eine feuchtigkeitsspendende und hautberuhigende Pflege auf, um den Juckreiz zu mildern.

Rote Punkte auf der Haut – Allergie?

Eine allergische Reaktion kann sich unter anderem durch rote Punkte auf der Haut äußern. Wie beim Juckreiz ist dies besonders bei einer Kontaktallergie der Fall. Die Punkte können schwach bis stark ausgeprägt sein, lokal auf eine Hautstelle begrenzt sein oder eher großflächig auftreten. Rote Punkte oder Flecken sind jedoch nicht selten auch ein Zeichen für bestimmte Krankheitsbilder wie Masern, Röteln oder Scharlach. Sie sollten daher immer auf weitere Symptome achten und bei Unklarheiten einen Arzt um Rat fragen.

Rötungen bei allergischer Haut

Rötungen gehören zu den klassischen Symptomen einer Hautallergie. Auch hier liegt meist eine Kontaktallergie zu Grunde. Oft sind Rötungen mit Juckreiz und einem Brennen der Haut verbunden und entwickeln sich im weiteren Verlauf leicht zu nässenden Stellen. Diesen Symptomen können Sie sanft und effektiv mit Pflegeprodukten entgegenwirken, die speziell für zu Allergien neigende Haut entwickelt wurden.

Trockene Haut als allergische Reaktion?

Trockene und schuppige Haut kann ebenfalls als Symptom einer Hautallergie auftreten. Dies ist besonders bei allergischen Ekzemen der Fall. Dazu gehören unter anderem das atopische Ekzem, auch als Neurodermitis bekannt, oder das Kontaktekzem. Hautekzeme kommen besonders an stark beanspruchten Hautstellen vor, wie zum Beispiel an den Händen. Es können aber auch andere Bereiche des Körpers betroffen sein. Mehr über zu Neurodermitis neigende Haut und die richtige Pflege erfahren Sie hier.

Die Ursachen von Allergien und allergischer Haut

Die Ursachen einer Allergie können sehr unterschiedlich und vielfältig sein. Es wird dabei zunächst zwischen vier verschiedenen Allergietypen unterschieden:

  • Typ I (Soforttyp): Die Symptome treten innerhalb von Sekunden bis Minuten auf. Typische Auslöser sind Pollen, Nahrungsmittel, Medikamente und Insektenstiche.
  • Typ II (Zytotoxische Reaktion): Die allergische Reaktion tritt nach wenigen Minuten auf. Zu den Auslösern gehören vor allem bestimmte Medikamente.
  • Typ III (Immunkomplexreaktion): Der Körper reagiert innerhalb von vier bis sechs Stunden auf den Auslöser. Die Ursachen können Medikamente, Fremdeiweiße oder auch mikrobielle Antigene sein.
  • Typ IV (Verzögerter Typ oder Spättyp): Die Symptome eines Spättyps zeigen sich erst einige Stunden oder sogar Tage später. Neben Medikamenten, mikrobiellen Antigenen und Fremdgewebe sind vor allem Kontaktallergene als Auslöser bekannt. Hautausschläge als allergische Reaktion sind besonders für diesen Typ charakteristisch.

Wie sieht eine Kontaktallergie aus?

Eine Kontaktallergie entwickelt sie sich in der Regel über einen längeren Zeitraum, indem die Haut immer wieder mit dem Stoff oder der Substanz in Berührung kommt. Der Verlauf einer Kontaktallergie ist also verzögert und gehört damit zur Kategorie IV. Zu den typischen Auslösern gehören:

  • Nickel, wie zum Beispiel in Modeschmuck, Gürtelschnallen, Brillengestelle und Knöpfen
  • Natürliche und künstliche Duftstoffe in Kosmetika, Reinigungs- und Waschmitteln
  • Inhaltsstoffe in Kosmetika und Haarfärbemitteln, vor allem Parabene
  • Verschiedene Konservierungsstoffe
  • Naturheilmittel, besonders Arnika, Teebaumöl, Schafgarbe und Propolis
  • Tätowierfarbe und Henna
  • Der Naturstoff Latex

Der typische Hautausschlag bei einer Kontaktallergie kann stark variieren. Er kann sich auf eine bestimmte Hautstelle begrenzen, aber auch größere Hautareale betreffen. Das Erscheinungsbild reicht von Rötungen und Pusteln bis hin zu nässenden Stellen. In den meisten Fällen kommt ein starker Juckreiz hinzu.

Juckende Haut durch Pollenallergie

Bei einer Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt, löst der Blütenstaub bestimmter Pflanzen allergische Reaktionen besonders der Nasenschleimhaut und häufig auch der Bindehaut aus. Juckreiz auf der Haut kann bei einer Pollenallergie ebenfalls auftreten. Dieser steht meist im Zusammenhang mit Neurodermitis. Das Immunsystem von Menschen mit zu Neurodermitis neigender Haut ist häufig sensibilisiert und bildet vermehrt Antikörper gegen bestimmte Allergene. Diese Antikörper können auf der einen Seite eine Allergie, wie etwa eine Pollenallergie mit Atemwegserkrankungen, auslösen und auf der anderen Seite Neurodermitis begünstigen oder ihre Symptome verstärken. Umgekehrt kann dies auch der Fall sein.

Pollenallergie: Auswirkung von Heuschnupfen auf Haut und Augen

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Bei einer Neurodermitis befindet sich die Schutzfunktion der äußeren Hautschicht im Ungleichgewicht. Die Haut wird trocken, beginnt zu jucken und wird durchlässig für Bakterien, die Entzündungen verursachen können. Das Erscheinungsbild von Neurodermitis ist meist sehr komplex, jedoch können Sie die Hautschutzbarriere mit einer geeigneten Hautpflege stärken, den Juckreiz mildern und das Hautbild verbessern. Die Lipikar-Pflegeserie von La Roche Posay beruhigt empfindliche, sehr trockene und zu Neurodermitis neigende Haut und versorgt sie intensiv mit Feuchtigkeit. Sie eignet sich auch als sanfte und beruhigende Pflege bei einer Hautallergie am ganzen Körper.


Hausstaubmilben als Ursache einer Hautallergie

Eine der häufigsten Allergiearten ist eine Allergie gegen Bestandteile des Hausstaubs. Hauptauslöser ist dabei die Hausstaubmilbe, beziehungsweise ihr Kot. Der Auslöser wird über die Luft eingeatmet und die Symptome ähneln denen einer Pollenallergie. Er kann aber auch über die Haut in den Körper gelangen und so eine allergische Hautreaktion auslösen. Bei Menschen mit Neurodermitis kann diese Reaktion einen Schub begünstigen und das Erscheinungsbild der Haut beeinflussen.

Tierhaarallergie

Bei einer Tierhaarallergie liegt keine direkte Allergie gegen Tierhaare vor. Bei den Ursprüngen der Tierallergene handelt es sich vielmehr um Eiweißbausteine von Talg, Speichel, Urin oder Schweiß des Tieres. Diese werden über das Fell, die Federn oder Schuppen der Tiere an die Umgebung abgegeben und sind oft mit Staub- und Feinstaubpartikeln des Hausstaubs verbunden. Die meisten Allergien bestehen gegen Katzen und Hunde. Neben einer allergischen Reaktion der Atemwege und Augen kann eine Tierhaarallergie auch die Symptome von Ekzemen, wie etwa Rötungen und Juckreiz, verstärken.

Allergische Reaktion der Haut im Gesicht

Allergische Reaktionen im Gesicht werden in der Regel durch den direkten Hautkontakt mit einem Allergen hervorgerufen. Meist sind bestimmte Stoffe in Pflegeprodukten oder Kosmetika der Auslöser. Ein Hautauschlag im Gesicht kann jedoch auch durch bestimmte Auslöser wie Windpocken, Röteln oder durch Infektionen wie zum Beispiel Herpes hervorgerufen werden.

Allergien und trockene Haut im Gesicht

Bei trockener Haut ist die Funktion der Hautschutzbarriere beeinträchtigt. Die Haut kann ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht mehr im Gleichgewicht halten und trocknet aus. Dadurch dringen Fremdstoffe, wie etwa Allergene, leichter in die Haut ein. Bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika können so allergische Reaktionen begünstigen. Bei einer bekannten Überempfindlichkeit sollten Sie daher auf ein Make-up für allergische Haut zurückgreifen. Die Toleriane Make-up-Produkte wurden speziell für empfindliche, reaktive und zu Allergien neigende Haut entwickelt. Die Foundations und Puder schenken einen natürlich perfektionierten Look, ohne die Haut zu reizen.

Allergische Reaktion der Augen

Die Augen sind je nach Allergie unterschiedlich stark betroffen. Allergene gelangen leicht über die Schleimhäute, in diesem Fall über die Bindehaut, in den Körper. Die Bindehaut wird gereizt und die Augen können tränen, jucken oder brennen. Die Augenlider und die umliegende Haut können anschwellen oder einen Ausschlag entwickeln. Auch wenn es gerade bei Juckreiz schwerfällt, sollten Sie die Augen nicht reiben, um einer Verstärkung der Symptome entgegenzuwirken.

Was ist ein Lidekzem?

Die Gesichtshaut und speziell die Haut um die Augenpartie ist besonders dünn und empfindlich. Allergene können daher in diesen Bereichen Reaktionen und Ekzeme hervorrufen, auch wenn andere Hautstellen nicht auf diese bestimmten Allergene reagieren. Ein kontaktallergisches Lidekzem durch Pollen zum Beispiel ist eine weitverbreitete allergische Reaktion. Da wir uns oft unbewusst die Augen reiben, gelangen zudem im Laufe des Tages eine Vielzahl an Substanzen als mögliche Auslöser über die Hände in die Augen. Am häufigsten sind dies:

  • Kosmetika und Pflegeprodukte
  • Konservierungsstoffe in Kontaktlinsenflüssigkeiten
  • Reinigungsmittel oder Werkstoffe

Im Rahmen einer Neurodermitis ist das Auftreten eines Lidekzems ebenfalls möglich. In diesem Fall tritt es oft bereits im frühen Kindesalter auf, während das kontaktallergische Lidekzem eher Erwachsene betrifft.

Was tun bei allergischer Reaktion auf der Haut?

Wenn Sie wissen, dass eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Stoffe oder Substanzen vorliegt, ist der naheliegende und erste Schritt, diese Allergene nach Möglichkeit zu meiden. Ein Besuch bei einem Dermatologen und ein Allergietest geben zudem Gewissheit darüber, welche Allergene tatsächlich Hautreaktionen auslösen. Dazu kommt die richtige Pflege für empfindliche und zu Allergien neigende Haut.

Wie pflegt man allergische Haut?

Bei zu Allergien neigender Haut empfiehlt sich bei der täglichen Reinigung ein Produkt, dass die Haut nicht durch allergieauslösende Inhaltsstoffe beansprucht. Eine Reinigungspflege für empfindliche Haut, die zugleich schonend Make-up entfernt, ist besonders sanft zur Gesichtshaut. Die richtige Pflege für allergische Haut sollte beruhigend wirken, die Hautschutzbarriere stärken und sie so widerstandsfähiger gegen Allergene werden lassen. Da das Gesicht durch allergische Reaktionen oft trocken erscheint, sollten Sie besonders bei der Pflege der Gesichtshaut auf eine reichhaltige und feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme für sensible Haut zurückgreifen. Achten Sie bei der Wahl der Pflege auf beruhigende Inhaltsstoffe wie Thermalwasser. Für sehr empfindliche Gesichtshaut, die zudem auch zu Rötungen neigt, eignet sich eine Pflege mit Allantoin besonders gut.

Sensible und zu Allergien neigende Haut sollten Sie zudem nur sanft trocken tupfen, anstatt zu reiben oder zu rubbeln. Verwenden Sie dafür ein weiches, sauberes Handtuch, das Sie idealerweise vorher mit einem Waschmittel ohne Duftstoffe gewaschen haben.

Was ist Allantoin und wie wirkt es?

Allantoin ist ein Stoffwechselprodukt, das in tierischen und pflanzlichen Organismen zu finden ist. Die Wirkung von Allantoin in Cremes und Lotionen aktiviert die Zellerneuerung, fördert die Regenration der Haut und trägt somit zur Wundheilung bei.[2] Allantoin ist in zahlreichen pflanzlichen Quellen wie etwa Beinwell, Ahorn, Soja- und Weizenkeimlingen vorhanden, wird heute jedoch für Pflegeprodukte überwiegend synthetisch hergestellt. Durch seine regenerierende und mildernde Wirkung eignet sich Allantoin bei zu Akne neigender Haut ebenso gut, wie bei trockener und empfindlicher Haut.

Welche Lebensmittel lösen Hautallergien aus?

Es gibt viele verschiedene Lebensmittel, die allergische Reaktionen hervorrufen können. Es muss hierbei jedoch zunächst zwischen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und einer tatsächlichen Lebensmittelallergie unterschieden werden:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit: Dem Körper fehlen bestimmte Enzyme, die er benötigt, um verschiedene Nahrungsbestandteile zu zersetzten und zu verdauen. Daher sind Verdauungsbeschwerden typisch bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit.
  • Lebensmittelallergie: Wie bei anderen Allergien reagiert das Immunsystem bei einer Lebensmittelallergie ebenfalls zu stark auf eigentlich harmlose Stoffe. In diesem Fall bildet der Körper Antikörper gegen bestimmte Proteine, die wiederum vom Immunsystem als schädlich erkannt werden.

Gängige Symptome bei einer Lebensmittelallergie sind eine verstopfte Nase oder leichter Husten. Allergische Reaktionen machen sich aber auch oft auf der Haut durch starken Juckreiz, besonders im Bereich des Mundes, bemerkbar. In schweren Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Luftnot kommen. Eine Lebensmittelallergie kann zudem Auslöser von Nesselsucht sein.

 

Gemüse

Verschiedene Gemüsearten können allergische Reaktionen hervorrufen. Soja, Sellerie, Tomaten und Karotten sind die Gemüsesorten, die am häufigsten Allergien auslösen. Bei einer vorhandenen Pollenallergie können zudem Kreuzreaktionen mit bestimmten Gemüsearten auftreten.[3]

Obst

Bei einer Obstallergie reagiert der Körper auf bestimmte Eiweiße, die sich im Obst befinden. Generell kann jede Obstsorte eine Allergie auslösen. Tropische Früchte sowie Kern- und Steinobst gehören zu den geläufigsten Obstsorten, die allergische Reaktionen hervorrufen. Bei einer Pollenallergie können auch einige Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Bananen, Avocados oder Melonen zu Kreuzreaktionen führen, da sich die Eiweißbausteine sehr ähneln.

Nüsse

Unter dem Begriff Nussallergie werden allergische Reaktionen auf die Samen und Kerne unterschiedlicher Pflanzenfamilien zusammengefasst. Sie werden allgemein auch als Schalenfrüchte bezeichnet. Erdnüsse, Haselnüsse und Walnüsse sind besonders dafür bekannt, allergische Reaktion auszulösen.

Sonnenallergie: Die Sonne als Allergieauslöser

Auch wenn die Symptome denen einer Kontaktallergie sehr ähneln, ist eine Sonnenallergie keine Allergie im eigentlichen Sinne. Unter dem Begriff werden verschiedene Symptome zusammengefasst, die durch eine Reaktion der Haut auf Sonnenlicht ausgelöst werden. Bei einer Sonnenallergie besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber dem UVA-Licht der Sonne. Typischerweise zeigt sich eine Sonnenallergie auf der Haut in Form von Rötungen, Pusteln oder Bläschen und wird von Juckreiz begleitet. Meist sind besonders helle Hauttypen betroffen, die Überempfindlichkeit kann jedoch auch durch bestimmte Medikamente hervorgerufen werden.

 

So beugen Sie einer Sonnenallergie vor

Wenn bekannt ist, dass bei Ihnen eine Sonnenallergie besteht, sollten Sie das direkte Sonnenlicht weitestgehend meiden. Da dies nicht immer möglich ist, können Sie mit diesen Maßnahmen den Symptomen einer Sonnenallergie entgegenwirken:

  • Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne und beschränken Sie das Sonnenbaden anfangs auf einige Minuten.
  • Schützen Sie Ihre empfindliche Haut durch das Tragen lockerer und luftiger Kleidung.
  • Meiden Sie die Mittagssonne und halten Sie sich stattdessen im Schatten auf.
  • Verwenden Sie eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um die Haut effektiv vor UV-Strahlung zu schützen.

Die richtige Sonnenpflege für allergische Haut

Spannungsgefühle, Rötungen und brennende Haut sind bei Sonnenallergie keine Seltenheit. Ein zuverlässiger Sonnenschutz ist daher besonders wichtig. Er sollte einen Breitbandschutz besitzen und die Haut sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Allergische Haut im Gesicht benötigt einen besonders intensiven Sonnenschutz. Hierfür eignet sich eine Sonnencreme für sensible und trockene Haut, die der Haut Feuchtigkeit spendet und dabei nicht fettet. Das Sonnenschutzmittel sollte besonders gut verträglich sein und möglichst keine allergieauslösenden Stoffe beinhalten, damit es auch an der empfindlichen Augenpartie angewendet werden kann. Tragen Sie Sonnenschutz immer großzügig auf und cremen Sie regelmäßig nach.

Bitte beachten Sie, dass auch die Verwendung eines Sonnenschutzmittels keinen 100 %igen Schutz bietet. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sonnenlicht ist daher der sicherste Weg, den Symptomen einer Sonnenallergie entgegenzuwirken. Mehr über sonnenempfindliche Haut und die richtige Pflege erfahren Sie hier.

Welche Produkte eignen sich für zu Allergien neigende Haut?

Creme für allergische Haut

Empfindliche und zu Allergien neigende Haut benötigt eine besondere Pflege ohne Duftstoffe und Alkohol. Die TOLERIANE-Pflegeserie von La Roche Posay ist speziell auf die Bedürfnisse von empfindlicher und zu Allergien neigender Haut abgestimmt. Ein rückfettender Wirkstoffkomplex aus Neurosensine, Sheabutter und Thermalwasser mildert Anzeichen von Hautreizungen, verringert die Reaktivität und Empfindlichkeit der Haut und unterstützt die Regeneration der Hautschutzbarriere.

Augencreme für allergische Haut

Eine Augencreme für allergische Haut sollte die empfindliche Augenpartie pflegen und gleichzeitig beruhigen. TOLERIANE ULTRA AUGEN ist eine leichte Creme speziell für empfindliche oder gereizte Augenkonturen bei zu Allergien neigender Haut. Die Formel mit Thermalwasser, Neurosensine und Niacinamid-Komplex spendet der Haut Feuchtigkeit, beruhigt sie und mildert Schwellungen rund um die Augen.

Die Auslöser von allergischen Reaktionen auf der Haut können vielfältig und individuell verschieden sein. Indem Sie die Ursachen und Symptome einer Allergie eindeutig zuordnen und zudem die Hautschutzbarriere mit der richtigen Pflege stärken, können Sie die Symptome von Hautallergien mildern und den Anzeichen entgegenwirken.

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Was kann ich gegen allergischen Hautausschlag tun?

Kühlen und beruhigen Sie die Haut mit Thermalwasser. Stärken Sie die Hautbarriere mit einer hypoallergenen Feuchtigkeitspflege. Dies schützt die Haut vor Kontaktallergenen wie Pollen. Bei wiederholt auftretenden allergischen Hautauschlägen ist es eventuell ratsam, einen Termin bei Ihrem Hausarzt zu machen, um herauszufinden, worauf Sie allergisch reagieren.

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Was bedeutet es, wenn ich juckende Haut ohne Ausschlag habe?

Sie haben möglicherweise empfindliche Haut. Im Gegensatz zu Hautallergien, die einen Ausschlag verursachen, ist sie häufig nicht sichtbar. Menschen mit empfindlicher Haut empfinden ein Jucken, Spannen, Kribbeln und Brennen auf der Haut. Diese Symptome können kontinuierlich oder als Reaktion auf interne und externe Faktoren wie UV-Strahlen auftreten.

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Wodurch entstehen Ausschläge?

Ausschläge können durch viele Erkrankungen, wie Virusinfektionen oder Allergien, ausgelöst werden. Bei neu auftretenden Ausschlägen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache festzustellen. Ausschläge können auch durch Zusatzstoffe in Kosmetikprodukten ausgelöst werden. In dem Fall ist es ratsam, zu einer hypoallergenen Formel zu wechseln.

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Ist es möglich, dass Sie gegen Ihre eigene Haut allergisch sind?

Eine Allergie gegen die eigene Haut ist im Prinzip nicht möglich. Dies kann einzig bei einer Sonnenallergie auftreten. Das UV-Licht kann die Beschaffenheit der Haut verändern und eine allergische Reaktion auslösen.

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