Hautbarriere stärken: So bringst du empfindliche Haut wieder ins Gleichgewicht

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Deine Haut ist ein wichtiges Schutzsystem für den gesamten Körper. Doch manchmal gerät dieses System aus verschiedenen Ursachen heraus aus dem Gleichgewicht. Deine Haut spannt dann, fühlt sich trocken an oder ist sogar gereizt und entzündet. Der Grund liegt oft in einer geschwächten Hautbarriere. In diesem Artikel zeigen wir dir, was die Hautbarriere beeinträchtigt und wie du sie langfristig wieder stärken kannst.

Was ist die Hautbarriere und warum ist sie so wichtig?

Die Hautbarriere ist der äußere Teil der Epidermis, also der obersten Hautschicht. Sie bildet eine natürliche Schutzschicht, die deine Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen, Bakterien, Reizstoffen und einem Verlust der Feuchtigkeit bewahrt.

Die Hautbarriere besteht aus einem sogenannten „Ziegel-Mörtel-System“. Das bedeutet:

  1. Hornzellen (Korneozyten) bilden die „Ziegel“ – sie sind flache, abgestorbene Zellen, die die äußerste Schicht der Haut bilden.
  2. Lipide (Fette) wirken wie der „Mörtel“ – sie liegen zwischen den Zellen und sorgen dafür, dass alles zusammenhält.

Ist dieses System intakt, bleibt deine Haut geschmeidig, widerstandsfähig und gut durchfeuchtet. Sie kann Keime von außen effektiv abwehren.

 

Was ist der Unterschied zwischen Hautbarriere und Mikrobiom?
Die Hautbarriere ist eine physische Struktur der Haut aus Zellen und Lipiden. Das Mikrobiom hingegen besteht aus Milliarden nützlicher Mikroorganismen, die auf der Haut leben. Sie wirken wie eine biologische Schutzschicht, halten schädliche Keime in Schach und unterstützen das Immunsystem der Haut. Beide Systeme arbeiten eng zusammen: Ein gestörtes Mikrobiom kann die Hautbarriere schwächen – und umgekehrt.

Was kann die Hautbarriere schwächen?

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum die Hautbarriere aus dem Gleichgewicht gerät – sowohl von außen als auch von innen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
  • Zu aggressive Reinigungsprodukte & Überpflege der Haut: Tenside oder Alkohol können die natürlichen Lipide aus der Haut lösen. Auch zu viele Wirkstoffe auf einmal bringen sie aus dem Gleichgewicht.
  • UV-Strahlung: Sonnenlicht fördert oxidative Prozesse und baut die Lipide in der Haut ab.
  • Umwelteinflüsse: Kälte, Wind, trockene Heizungsluft oder Luftverschmutzung strapazieren die äußere Schutzfunktion.
  • Medikamente oder dermatologische Behandlungen: z. B. bei Akne oder Ekzemen
  • Stress und Schlafmangel: beeinflussen die Regeneration der Haut vor allem in der Nacht negativ
  • Unausgewogene Ernährung: Mangel an essenziellen Fettsäuren oder Antioxidantien kann die Hautstruktur schwächen.

So wirkt sich Akne auf die Hautbarriere aus

Auch Hautanliegen wie Akne schwächen die Hautbarriere, sowohl durch die Entzündungsprozesse selbst als auch durch die damit verbundene Behandlung. Bei Akne ist die Haut häufig gereizt, entzündet und gestresst. Die natürliche Lipidzusammensetzung verändert sich, wodurch das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht gerät und die Haut durchlässiger wird für schädliche Einflüsse von außen. Zudem greifen viele Aknebehandlungen mit talgregulierenden Cremes oder Fruchtsäuren die schützenden Lipidschichten an. Deshalb ist es gerade bei Akne so wichtig, nicht nur gegen die Unreinheiten vorzugehen, sondern auch die Hautbarriere aktiv zu stärken.


Warum empfindliche Haut besonders von Störungen der Schutzbarriere betroffen ist

Empfindliche Haut hat von Natur aus eine weniger stabile Hautbarriere. Oft ist bei empfindlicher Haut die Talgproduktion eingeschränkt und es fehlen schützende Lipide. Das macht sie anfälliger für den Verlust von Feuchtigkeit und Reizstoffe dringen leichter ein. Schon kleine Belastungen wie Kälte oder Duftstoffe auf der Haut können Rötungen, Brennen oder Spannungsgefühle auslösen.

Wie sieht eine kaputte Hautbarriere aus?

Ist deine Hautbarriere geschwächt, dann kannst du dies meist schon von außen sehen und auch fühlen. Typische Anzeichen sind:
  • Trockene und raue Stellen auf der Haut
  • Spannungsgefühle insbesondere nach der Reinigung
  • Rötungen und Reizungen der Haut
  • Juckreiz ohne erkennbaren Auslöser
  • Schuppige Haut mit feinen Rissen
  • Empfindlichkeit gegenüber Sonne, Kälte oder Duftstoffen
  • Vermehrte Unreinheiten oder entzündliche Reaktionen
Meistens treten diese Anzeichen kombiniert auf und können auch unterschiedlich stark ausfallen – je nachdem, wie intensiv die Hautbarriere bereits geschwächt ist.

So kannst du deine Hautbarriere gezielt stärken

Eine geschwächte Hautbarriere baust du mit einer auf dein Hautanliegen abgestimmten Pflege wieder auf. Diese sollte die natürlichen Schutzmechanismen der Haut unterstützen, sie stärken und langfristig stabilisieren. Dafür benötigt deine Haut geeignete Pflegeprodukte mit Wirkstoffen, die Feuchtigkeit binden, regenerierend wirken und das Gleichgewicht der Haut unterstützen.


Hautbarriere wiederherstellen: So sieht die beste Routine aus

Die besten Wirkstoffe bringen wenig, wenn deine Haut sie nur sporadisch bekommt. Damit sich deine Hautbarriere erholen und stärken kann, solltest du eine Routine entwickeln und diese konsequent morgens und abends durchführen.

  1. Gesichtsreinigung zur Vorbereitung der Haut auf die Pflege
    Eine milde Gesichtsreinigung entfernt Schmutz, Talg und Umwelteinflüsse, sollte deine Haut aber nicht zusätzlich reizen oder austrockenen. Der CICAPLAST Lavant B5 Reinigungsschaum von La Roche Posay reinigt die Haut besonders sanft, ohne den natürlichen Schutzfilm anzugreifen. Mit Panthenol (Vitamin B5) und beruhigendem Thermalwasser aus La Roche-Posay hilft er, die Haut schon bei der Reinigung zu pflegen und Spannungsgefühlen vorzubeugen.
  2. Hautbarriere wiederherstellen mit einer regenerierenden Pflege
    Um eine geschwächte Hautbarriere aktiv zu regenerieren, eignet sich der CICAPLAST Baume B5+ von La Roche Posay. Die reichhaltige Textur beruhigt deine Haut sofort und versorgt sie intensiv mit Feuchtigkeit. Zudem unterstützt die Formulierung die natürliche Erneuerung der Haut. Die Formel mit Panthenol (Vitamin B5) und Madecassoside wirkt reizlindernd, reparierend und regenerierend.

Wenn deine Haut bereits sehr stark beansprucht ist oder Wunden entstanden sind, dann trägst du am besten den CICAPLAST Baume B5+ auf. Der Wundbalsam enthält Madecassoside, welche die Hautregeneration unterstützten, Panthenol, das beruhigend und feuchtigkeitsspendend wirkt, sowie Thermalwasser aus La Roche-Posay, das die Haut mit Mineralien versorgt und Reizungen lindert.

Tipp: Vergiss nicht die Lippenpflege
Die Haut rund um die Lippen ist besonders dünn, enthält kaum Talgdrüsen und verliert schnell Feuchtigkeit. Der NUTRITIC Lippenbalsam enthält Biolipide und MP-Lipide, die die Hautbarriere der Lippen stärken, sie geschmeidiger machen und vor dem Austrocknen schützen.


So wichtig ist der Sonnenschutz bei einer gestörten Schutzbarriere der Haut

Bei einer geschwächten Hautbarriere ist ein guter UV-Schutz Pflicht, weil die UV-Strahlung die Regeneration deiner Haut zusätzlich bremst. Das ANTHELIOS UVMUNE 400 Invisible Fluid LSF 50+ von La Roche Posay bietet sehr hohen UVA-/UVB-Schutz in einer ultraleichten, reizarmen Formulierung. Das enthaltene Mexoryl 400-Filter-System schützt deine Epidermis vor tief eindringenden UVA-Strahlen, während Glycerin die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und ihre Barrierefunktion zusätzlich unterstützt.

Hautbarriere stärken und reparieren: Diese Hausmittel können helfen

Auch wenn ausgewählte Pflegeprodukte die wichtigste Rolle bei der Stärkung der Hautbarriere spielen, kannst du auch verschiedene Hausmittel unterstützend anwenden. Sie dienen vor allem zur Beruhigung und zur Versorgung deiner Haut mit Fett und Feuchtigkeit.

Diese Hausmittel haben sich bewährt, um deine Hautbarriere zu stärken:

  • Kokosöl: Spendet rückfettende Lipide, wirkt leicht antibakteriell und unterstützt trockene Haut.
  • Aloe vera: Kühlt, beruhigt und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit – ideal bei Reizungen.
  • Honig: Hat entzündungshemmende Eigenschaften und hilft, die Haut geschmeidig zu halten.
  • Haferflocken: Als Maske oder Badezusatz beruhigen sie gereizte Haut und lindern Juckreiz.
  • Olivenöl: Reich an ungesättigten Fettsäuren – pflegt trockene Haut und stärkt die Lipidbarriere.
Wichtig ist, dass du diese Pflegeprodukte nur auf einer intakten und unverletzten Haut einsetzt.

Fazit: So kannst du wirksam deine Hautbarriere stärken

Deine Haut fühlt sich trocken, empfindlich oder gereizt an? Viele dieser Hautanliegen haben ihren Ursprung in einer gestörten Hautbarriere. Mit der richtigen Pflege kannst du die Schutzfunktion deiner Haut gezielt stärken und ihr dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie wird es dir durch ein angenehmes Hautgefühl und weniger Irritationen langfristig danken.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

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